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Volker Finke im F.A.Z.-Interview : „Ich bin kein Notfallkoffer“

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Nie wieder Bank? Volker Finke denkt wie ein Trainer, will aber keiner mehr sein Bild: dapd

Der 1. FC Köln steckt mal wieder im Abstiegskampf. Sportdirektor Volker Finke sprcht im F.A.Z.-Interview über einen FC ohne Podolski und Konflikte mit Trainer Solbakken.

          Warum bestätigt der 1. FC Köln nicht Lukas Podolskis Wechsel zum FC Arsenal?

          Es hat keinen Sinn, ständig neue Gerüchte zu kommentieren oder Wasserstandsmeldungen abzugeben. Das Thema zieht sich jetzt schon monatelang, da können wir jetzt auch noch ein bisschen warten, bis Entscheidungen gefallen sind.

          Podolskis Kritik an der Kölner Vereinsführung deutet darauf hin, dass sein Verdruss groß ist. Hat er seinen Abschied nicht längst vorbereitet?

          Es ist müßig zu bewerten, was Lukas gesagt hat. Deswegen lassen Sie uns warten, bis alle Würfel gefallen sind. Auch wenn öffentlich davon ausgegangen wird, dass Lukas uns auf jeden Fall verlässt.

          Podolski ist nicht nur das Gesicht des Vereins, sondern auch seit Monaten der überragende Mann auf dem Platz. Wie wird die Mannschaft ohne den 16-maligen Torschützen aussehen?

          Ob es dazu kommt, wissen wir nicht. Ich spreche jetzt hypothetisch. Die daraus sich ergebenden Fragen sind abzustimmen zwischen Trainer und Sportdirektor unter Berücksichtigung der Möglichkeiten, die ein Budget für die Saison 2012/13 hergibt.

          Bei der Einschätzung von Spielern sind Sie und Trainer Stale Solbakken sich oft uneins. Wer hat das letzte Wort?

          Oft halte ich das für deutlich übertrieben. Aber natürlich gibt es in der Einschätzung von Spielern hier und da unterschiedliche Meinungen. Aufgrund der unterschiedlichen Rollen ist es ein natürlicher Vorgang, dass die Wünsche des Trainers umgesetzt werden sollen. Das ist nicht immer möglich. Es gibt Wünsche auf der einen und pragmatisch Umsetzbares auf der anderen Seite.

          Bei der Verpflichtung des Stürmers Chong Tese in der Winterpause fühlte sich Solbakken nicht so gut informiert.

          Bei der Suche nach einer zusätzlichen Option im Sturm hatten wir in enger Zusammenarbeit mit SportsLab und Scouting viele Spieler in diesem Transferfenster analysiert und abgeglichen mit unseren eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Bis drei Tage vor Ende des Wechselfensters hatten wir ein Angebot für einen Spieler abgegeben, den unser Trainer favorisierte. Eine wirtschaftliche Annäherung und Umsetzung war trotz aller Bemühungen nicht möglich. Vor diesem Hintergrund ist die Enttäuschung des Trainers nachvollziehbar, gleichwohl hat er natürlich auf vorbereiteten Videoclips alle Informationen über Chong Tese bekommen. Und ich habe dann in Abstimmung mit Solbakken zwei Tage vor Ende des Wechselfensters die Gespräche mit Tese und seinem Berater aufgenommen. Es ist nicht so gewesen, dass der Sportdirektor Finke über den Kopf des Trainers Solbakken hinweg einen Spieler verpflichtet hat.

          Finke und Trainer Stale Solbakken sind nicht immer einer Meinung

          Am vorigen Sonntag, nach dem 1:1 in Hoffenheim, haben Sie Differenzen mit Solbakken öffentlich gemacht. Was hat Sie zu der Klarstellung veranlasst, dass der Transfer von Freis nach Freiburg auf Betreiben des Trainers und gegen Ihren Willen erfolgte?

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