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0:0 in Wolfsburg : Augsburg verpasst Sprung an die Spitze

  • -Aktualisiert am

Torlos in Wolfsburg: Augsburg und André Hahn Bild: dpa

Der FCA wollte nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen seinen Lauf auch ohne Trainer Herrlich fortsetzen. Daraus wird nichts. In Wolfsburg gibt es ein torloses Remis. Das Spiel verdient mehr Pfiffe als Applaus.

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          Beide Teams sind auch nach dem dritten Spieltag noch ungeschlagen. Aber wie herzlich soll man dem VfL Wolfsburg und dem FC Augsburg zu diesem 0:0 wirklich gratulieren? Das torlose Remis am Sonntag verdiente mehr Pfiffe als Applaus. Vor allem die Augsburger, denen in der Vorwoche noch ein bundesweit bestaunter 2:0-Erfolg über Borussia Dortmund gelungen war, blieben in ihren Aktionen mehrheitlich harmlos.

          Bundesliga

          Die mit Abstand beste Nachricht der Partie ist eindeutig abseits des Spielfeldes entstanden. Der Augsburger Cheftrainer Heiko Herrlich, der sich wegen eines Pneumothorax in stationäre Behandlung begeben musste, befindet sich auf dem Weg der Besserung. Er wurde in Wolfsburg von Iraklis Metaxas vertreten und wird sich im Krankenbett hoffentlich darüber gefreut haben, dass sein Team in der Saison 2020/21 weiterhin zu den großen Überraschungen zählt.

          Der Traum vom ganz großen Ruhm hatte die Profis des FC Augsburg nur bedingt beflügeln können. Zwei Siegen zum Saisonstart auch noch einen Auswärtserfolg in Wolfsburg folgen lassen zu können, das wäre mit einer tragenden Rolle an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verbunden gewesen. Aber was die Augsburger Mannschaft dieses Mal zeigte, war zu verhalten und zu durchschaubar, um als temporärer Primus der Liga durchzugehen.

          Den Ton durften im Stadion am Mittellandkanal die Wolfsburger angeben und damit folgerichtig die Akzente setzen. Dass das Team trotzdem kein Tor erzielen konnte, lag entweder an Abseitspositionen oder an den guten Reaktionen des neuen Augsburger Torhüters Rafal Gikiewicz, der sein Team mehrmals vor einem Rückstand bewahrte.

          Auf das Ende einer merkwürdigen Wolfsburger Woche waren die 4632 Zuschauer im VfL-Stadion gespannt. Einerseits gab es das Aus in der Europa League nach einer 1:2-Niederlage bei AEK Athen zu verarbeiten. Andererseits war angesichts der Covid-19-Infektion von Wolfsburgs Mittelfeldspieler Renato Steffen so manches durcheinandergeraten. „Wir versuchen alles, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten“, antwortete Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke auf die Frage, ob das Heimspiel gegen Augsburg vor einer Absage gestanden hat.

          Steffen war am Freitagmorgen mit dem VfL-Tross von der Dienstreise nach Athen zurückgekehrt und ist seitdem in Quarantäne. Angesichts intensiver Dialoge mit dem Wolfsburger Gesundheitsamt konnte beim VfL nicht von einer normalen Vorbereitung auf das zweite Heimspiel der Saison gesprochen werden. Je länger die erst muntere und nach der Halbzeitpause fade Partie gegen Augsburg andauert, desto spürbarer wurde dieses Manko.

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