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Erster Sieg für Wolfsburg : Dank Doppelschlag und Freistoß-Trick

  • Aktualisiert am

Freude über den Freistoß-Trick: Weghorst trifft zum 1:0. Bild: dpa

Nach vier Spielen war der VfL Wolfsburg noch ungeschlagen – aber auch noch ohne Sieg. Gegen Bielefeld bringt ein Doppelschlag die „Wölfe“ früh auf Kurs. Am Ende müssen sie trotzdem wieder zittern.

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          Der VfL Wolfsburg hat seine Unentschieden-Serie beendet und gegen Arminia Bielefeld den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner bezwang den Aufsteiger am Sonntag verdient mit 2:1 (2:0). Wout Weghorst (19. Minute) und Maximilian Arnold (20.) brachten die Niedersachsen vor 4519 Zuschauern früh mit einem Doppelschlag in Führung. Dem eingewechselten Sven Schipplock gelang in der 80. Minute der Anschluss für die Gäste.

          Wolfsburg hat nach vier Remis zum Start in die Spielzeit nun sieben Punkte. Bielefeld verlor dagegen zum dritten Mal nacheinander und wird es in der näheren Zukunft kaum leichter haben: In den nächsten vier Spielen trifft die Arminia unter anderem auf Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen. Schon der VfL schien lange eine Nummer zu groß für die Ostwestfalen.

          Bundesliga

          Wolfsburg zeigte sich von Beginn an gierig auf den ersten dreifachen Punktgewinn dieser Spielzeit, ging früh drauf und setzte die Arminia unter Druck. Nachdem Renato Steffen, der genauso wie Neuzugang Maximilian Philipp in die Startelf gerückt war, eine erste Großchance noch leichtfertig vergeben hatte, führte eine Freistoßvariante zum Erfolg. Alle rechneten mit einem Schuss, doch Arnold passte am Strafraum auf Weghorst, der neben der Mauer gelauert hatte. Der Niederländer drehte sich, hatte freie Bahn und vollendete flach ins rechte Eck - ein Geniestreich!

          Nur eine Minute später legte Arnold selbst nach. Mit starkem Pressing eroberten die Gastgeber den Ball an Bielefelds Strafraum, spielten den 26-Jährigen frei, und der sorgte zum zweiten Mal für Begeisterung auf den Rängen. „Oh, wie ist das schön“, stimmten die Fans bestens gelaunt an. Kein Wunder: In den ersten 20 Minuten waren ihrem VfL so viele Treffer gelungen wie zuvor in der gesamten Liga-Saison. Nach einer halben Stunde wurde die Freude allerdings getrübt: Kapitän Josuha Guilavogui fasste sich an den Oberschenkel und musste verletzt raus.

          Ridle Baku (l) und Bielefelds Sergio Cordova kämpfen um den Ball.
          Ridle Baku (l) und Bielefelds Sergio Cordova kämpfen um den Ball. : Bild: dpa

          Und Bielefeld? Coach Uwe Neuhaus hatte sich eigentlich einen mutigeren Auftritt erhofft als beim 1:4 am vergangenen Spieltag gegen den FC Bayern, doch seine Spieler waren hinten gegen wirbelnde Wolfsburger lange Zeit überfordert. Sie kamen kaum mal kontrolliert in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Das änderte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs zwar ein wenig, doch die klaren Torchancen hatte zunächst weiter der VfL. Weghorst platzierte einen Kopfball freistehend nicht genau genug (57.), kurz darauf verhinderte Bielefelds Schlussmann Stefan Ortega mit einer starken Parade gegen Steffen das nächste Gegentor.

          Die Arminia war mit dem 0:2 noch gut bedient, auch, weil Wolfsburgs Innenverteidiger Maxence Lacroix den Ball nach einer Ecke eine Viertelstunde vor Schluss nur ans Torgestänge statt ins Tor knallte. Fast rächte sich die mangelhafte Chancenverwertung des VfL. Schipplock brachte Bielefeld mit dem 1:2 zurück ins Spiel, und als ein abgefälschter Schuss von Manuel Prietl an den Pfosten rollte, hielten die Wolfsburger Fans den Atem an. Am Ende reichte es knapp für die Gastgeber.

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