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Wechsel zum VfB Stuttgart : Langerak versucht sich im Ländle

  • Aktualisiert am

Hütet nun das Stuttgarter Tor: Mitchell Langerak Bild: dpa

Alles neu macht der Trainingsauftakt: Der VfB Stuttgart präsentiert Trainer Zorniger und verpflichtet Torhüter Langerak von Borussia Dortmund. Der neue Coach lobt seinen künftigen Schlussmann – erinnert zugleich aber auch an dessen schlechtestes Spiel.

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          Neuanfang im Schwabenländle: Bei der offiziellen Präsentation seines neuen Trainers Alexander Zorniger hat der nur knapp in der Fußball-Bundesliga verbliebene VfB Stuttgart am Montag auch zwei Neuverpflichtungen bekanntgegeben. Wie bereits zuvor durchgedrungen war, wechselt der australische Nationaltorhüter Mitchell Langerak von Borussia Dortmund zum VfB. Er bekommt einen Dreijahresvertrag. Zudem verpflichtet der VfB den tschechischen U 21-Nationalspieler Jan Kliment bis 2019. Der Offensivspieler stand bislang beim tschechischen Erstligaklub FC Vysocina Jihlava unter Vertrag.

          Auch weitere Zu- oder Abgänge hält der Stuttgarter Sportvorstand Robin Dutt derzeit nicht für unwahrscheinlich. Zugleich kündigte er für die weitere Zusammenstellung des VfB-Kaders einen Strategiewechsel an: „Wir haben keinen Verkaufsdruck, bei niemandem. Es gibt bei uns keine Schnäppchen“, erklärte Dutt und fügte hinzu, der VfB werde nun „auch mal Spieler hierbehalten, auch wenn der Vertrag nächstes Jahr ausläuft. Der sportliche Erfolg steht im Vordergrund.“

          „Ich bin kein Hellseher“

          Dutt antwortete damit auf die derzeit hochkochenden Wechselgerüchte um den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger und Mittelfeldakteur Daniel Didavi deren Verbleib bei den Stuttgartern mehr als unsicher ist. Doch auch Zorniger betonte bei seinem ersten Auftritt als Bundesligatrainer aber auch, dass man keinen Spieler „gegen seinen Willen an den Baum binden“ werde. Wer glaube, unglücklich zu werden, solle gehen.

          Der VfB, der in der vergangenen Saison mehr oder weniger bis zur letzten Sekunde um den Klassenverbleib zittern musste, will im Hinblick auf die kommende Saison aber möglichst wenig mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Zu hohe Ziele will der neue Trainer sich und seiner Mannschaft bisher allerdings noch nicht setzen: „Ich bin kein Hellseher“, erklärte Zorniger, der nun jedoch erst einmal die Vorbereitung abwarten will.

          Mit einem herzhaften „Mahlzeit“ begann der 47 Jahre alte Schwabe am Montag im roten Vereins-Polo-Shirt seine gut halbstündige Vorstellung und berichtete neben seinem Wunsch nach schnellem Umschaltspiel auch von seiner Vorliebe für zwei Spitzen. Bis zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Köln Mitte August sollen seine Profis sich im 4-3-1-2 oder 4-4-2 schon zurecht finden. Zorniger sagte, er freue sich „unglaublich auf die Situation. Nicht nur weil es Heimat ist, weil ich schnell bei meiner Mutter bin, sondern weil ich einfach eine Chance habe. Das ist der nächste Step für mich, hier beim VfB Stuttgart.“

          Auch neu beim VfB: Trainer Alexander Zorniger
          Auch neu beim VfB: Trainer Alexander Zorniger : Bild: dpa

          In Richtung seines neuen Torhüters erklärte der Coach zwar, Langerak sei „ein richtig, richtig guter Keeper“. Allerdings erinnerte Zorniger auch direkt an einen der schwächsten Abende in der Karriere des Australiers: „Ich hab von ihm ein schlechtes Spiel gesehen, das war das im DFB-Pokalfinale.“

          Zorniger erwartet sich zudem einige Fehler seiner Profis – allerdings am liebsten in der gegnerischen Hälfte. Und dort dann auch mit Absicht. „Fehler sind ein subtiles Mittel, um den Gegner in Sicherheit zu wiegen“, erklärte er. „Dann werden wir unsere Jungs loslassen. Das bedeutet, dass wir eine Menge mit Geschwindigkeit arbeiten. Es wird wild sein, es wird da draußen auch zur Sache gehen“, kündigte Zorniger vor der ersten Einheit an.Er arbeitete zuletzt vom Sommer 2012 bis Februar 2015 bei RB Leipzig. In seinen beiden ersten Jahren führte er den Klub von der Regionalliga Nordost bis in die 2. Bundesliga.

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