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1:4 gegen Frankfurt : Stuttgarts Albtraum setzt sich fort

Pechvogel vom Dienst: Stuttgarts Torhüter Tyton sieht die Rote Karte Bild: dpa

Wiedersehen macht Freude? Von wegen! Die Eintracht und Trainer Armin Veh haben an dessen alter Wirkungsstätte relativ leichtes Spiel. Der VfB bleibt nach dem 1:4 weiterhin ohne Punkt.

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          Wiedersehen macht Freude? Von wegen. Bei seiner Rückkehr nach Stuttgart hat Armin Veh dem VfB einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit der von ihm wieder betreuten Frankfurter Eintracht gewann der Trainer am Samstag an seiner vorherigen Wirkungsstätte 4:1.

          Es war der erste Auswärtssieg nach zuvor (saisonübergreifend) zwölf vergeblichen Anläufen. Den Stuttgartern, die nach Vehs Rücktritt im Herbst 2014 bis zum Schluss von Abstiegsängsten geplagt wurden, droht dagegen in dieser Runde offenbar wiederum Ungemach: Drei Niederlagen, null Punkte – der Start in die neue Runde hätte aus ihrer Sicht kaum ernüchternder ausfallen können.

          Drin ist der Ball: Castaignos überwindet VfB-Torhüter Tyton Bilderstrecke
          Drin ist der Ball: Castaignos überwindet VfB-Torhüter Tyton :

          Alexander Zorniger, der Coach der Schwaben, hatte reagiert und sein Team auf zwei Positionen umgebaut; in die Startformation rutschten Verteidiger Daniel Schwaab (für den gelb-rot-gesperrten Florian Klein) und Serey Die , der im Mittelfeld Lukas Rupp ersetzte. Die Hoffnung, damit dem Auftritt der eigenen Mannschaft mehr Sicherheit und Stabilität zu verleihen, erfüllte sich nicht. Nur kurz war es der VfB, der nach dem Anstoß den Takt bestimmte und über beide Außenbahnen die Hessen mit schnellen Vorstößen zu attackieren versuchte.

          Der Druck, den die Stuttgarter durch ihr Forechecking aufbauten, behagte der Eintracht nicht – doch schon mit dem ersten nennenswerten Angriff sah die Fußball-Welt für Veh und seine Männer wesentlich angenehmer aus. Nach einem gewonnenen Zweikampf war Bastian Oczipka mit nach vorne gerannt und hatte den Ball mit Effet in den Strafraum geschlagen. Haris Seferovic, für den die Hereingabe eigentlich gedacht war, kam mit dem Kopf nicht heran, doch irritierte er mit seinem Luftsprung immerhin seinen Bewacher entscheidend: So beförderte Adam Hlousek aus wenigen Metern den Ball mit dem linken Oberschenkel an seinem Keeper Przemyslaw Tyton vorbei ins eigene Netz (11.).

          Was folgte, waren umso energischere Bemühungen der nervösen Stuttgarter, die dabei aber planlos anrannten. Martin Harnik vergab zweimal aussichtsreich (15. und 24.). Den Aufwand, den er und die seine Kollegen bei dreißig Grad Celsius betrieben, stand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag. Spätestens auf Höhe der Sechzehnmeterlinie machte die Frankfurter Viererkette dem Treiben ein Ende.

          Dass Daniel Didavi den Ausgleich erzielte (30.), war Glückssache. Der Treffer hätte nicht zählen dürfen, den der Schütze stand im Abseits. Glück für die Frankfurter, dass Harnik vor der Pause auch seine dritte Möglichkeit verschluderte: Aus zwei Metern schoss er freistehend über Latte (34.). Wie es besser gemacht wird, demonstrierte auf der anderen Seite Luc Castaignos, der nach einem Konter über Seferovic mit der abermaligen Führung für die Eintracht zur Stelle war (42.).

          Im zweiten Abschnitt konnten beide Parteien das Tempo, nicht mehr ganz so hoch halten. Pechvogel Harnik war da schon nicht mehr dabei. An seiner Stelle kam Timo Werner. Zielstrebiger wurde die Darbietung des VfB dadurch nicht. Schlimmer noch: Nach einem Foul an Castaignos sah Torwart Tyton Rot, den Strafstoß verwandelte Seferovic zum 1:3 (69.). Den Schlusspunkt setzte Castaignos (87.) mit seinem Tor zum 4:1.

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