https://www.faz.net/-gtm-8gmwz

Nach 2:6-Pleite in Bremen : Stuttgart im Schockzustand

  • Aktualisiert am

Bloß schnell verstecken: VfB-Torhüter Tyton will nach der 2:6-Klatsche nur noch weg. Bild: dpa

Bis zum 2:3 spielt Stuttgart in Bremen gut mit, doch dann brechen alle Dämme. Als Vorletzter der Bundesliga steht der VfB nach dem 2:6 bei Werder kurz vor dem Abstieg. Und es gibt noch weitere schlechte Nachrichten.

          1 Min.

          Nach der 2:6 (1:3)- Demütigung bei Werder Bremen richtete sich der Blick des VfB Stuttgart sorgenvoll nach vorn. Im letzten Heimspiel am Samstag gegen den FSV Mainz 05 (15.30 Uhr / live auf Sky und im Bundesligaticker auf FAZ.NET) muss der Vorletzte der Fußball-Bundesliga nach dem Ausfall von Kapitän Christian Gentner nun auch noch auf Federico Barba verzichten. Der Italiener erlitt gegen Werder einen Muskelfaserriss im Oberschenkel. Der ebenfalls angeschlagene Spielmacher Daniel Didavi soll mit seinem Pferdekuss in der Gesäßmuskulatur hingegen am Mittwoch oder Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

          Didavi musste in Bremen in der 44. Minute ausgewechselt werden, nach dem ihm der eigene Mitspieler Martin Harnik in den Rücken gesprungen war. „Danach ging nichts mehr“, sagte der Stuttgarter Mittelfeldspieler. Zudem wird Emiliano Insua nach der fünften Gelben Karte fehlen.

          Mit dem Mut der Verzweiflung? Gegen Bremen wirkte Trainer Kramny meist ratlos. Bilderstrecke
          Mit dem Mut der Verzweiflung? Gegen Bremen wirkte Trainer Kramny meist ratlos. :

          „Wir müssen Samstag gegen Mainz wieder aufstehen“, forderte Kramny, der das Aufbäumen seines Teams vermisste. Für Daniel Schwaab ist ein Trainerwechsel zwei Spieltage vor Saisonende kein Thema: „Er hat uns in einer schwierigen Situation übernommen und wird jetzt auch die richtigen Worte finden.“

          Didavi kritisierte die schlechte Abwehrleistung: „Wir sind fußballerisch nicht die schlechtere Mannschaft, aber unser Zweikampfverhalten ist ein Witz. Nach so einem Spiel hat man keine Argumente, das ist eine Schande.“ Man müsse sich bei den eigenen Fans entschuldigen. Kramny wollte die Mallorca-Kurzreise nicht als Fehler sehen. „Der, der gewinnt, hat alles richtig gemacht. Für uns war es wichtig, dass wir es gemacht haben“, sagte der 44-Jährige.

          Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Didavi (26.) und das Tor von Barba (53.) waren viel zu wenig. Zumal Werder nach den Treffern des überragenden Finn Bartels (10. und 80. Minute), einem Eigentor von Barba (33.), Levin Öztunali (42.), Claudio Pizarro (64.) und Anthony Ujah (87.) noch locker hätte nachlegen können.

          Auf Bremer Seite verletzte sich Sambou Yatabaré am Oberschenkel. „Es könnte ein Muskelfaserriss sein, ich hoffe, es ist nicht so schlimm“, sagte Trainer Viktor Skripnik vor der Auswärtsreise zum 1. FC Köln. Die Stimmung im mit 41.000 Besuchern ausverkauften Weserstadion sei ähnlich gewesen wie bei der Meisterschaft 2004, meinte der Ukrainer.

          Für Clemens Fritz hat das Mini-Trainingslager in Verden die richtige Fokussierung auf die Partie gebracht: „Vielleicht wurden die Stellschrauben noch besser eingestellt. Hauptsache, das Abstiegsgespenst kreist nicht mehr über Bremen.“ Mit nun 34 Punkten verließen die Norddeutschen den Relegationsrang.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) während der Debatte im Bundesrat

          Corona-Maßnahmen : Einheitliche Notbremse passiert Bundesrat

          Die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes ist auch durch die Länderkammer gegangen. Der Bundesrat unterließ es am Donnerstag trotz breiter Kritik, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Zustimmen musste er ohnehin nicht.
          „Wir haben in der Tat einige Austritte gehabt“: Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union. Hier im November 2020 in Berlin.

          Junge Union vor der Wahl : „Die Stimmung ist gedrückt“

          Die Junge Union hatte sich erst für Merz, dann für Söder eingesetzt. Nun soll sie für Armin Laschet werben. Erstmal muss der Parteinachwuchs aber die eigene Enttäuschung überwinden und sich mit Austritten herumschlagen.
          Der Weißkopfseeadler ist das Wappentier der Vereinigten Staaten von Amerika.

          Bedrohtes Wappentier : Was vergiftet Amerikas Seeadler?

          Seit fast 30 Jahren verenden zahlreiche Tiere in Nordamerika an einem natürlichen Nervengift. Auch der Weißkopfseeadler, das amerikanische Wappentier, ist betroffen. Nun weiß man mehr über das Umweltgift.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.