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1:3 in Berlin : Stuttgart kurz vor der Relegation

Steht der VfB Stuttgart in der Bundesliga nochmal auf? Bild: EPA

Der VfB steuert auf eine Verlängerung seiner Saison zu. Nach dem 1:3 in Berlin ist der direkte Klassenverbleib kaum noch zu schaffen. Dank der Hilfe von Nürnberg und Hannover ist aber auch der sofortige Abstieg unwahrscheinlich.

          Der VfB Stuttgart kann sich auf die Verlängerung seiner turbulenten und enttäuschenden Saison einrichten. Die Mannschaft von Interimstrainer Nico Willig unterlag bei Hertha BSC Berlin nach einer lange schwachen Leistung verdient 1:3 und zementierte damit ihren 16. Tabellenrang.

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          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Damit ist zwar der direkte Abstieg durch die zeitgleichen Niederlagen von Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg bei fünf beziehungsweise sechs Punkten für die Schwaben unwahrscheinlicher geworden, das rettende Ufer ist aber auch in weite Ferne gerückt. Schalke 04 kann sich bei sechs Punkten Vorsprung und einer deutlich besseren Tordifferenz schon vor den Duellen gegen den Dritten der zweiten Liga gerettet fühlen – bei einem Remis an diesem Sonntag wäre der Klassenverbleib definitiv gesichert.

          Der VfB musste sich in Berlin vorwerfen lassen, seine Chance, den Schalkern näher zu kommen, nicht entschlossen genutzt zu haben. Die Hertha legte den Grundstein zum Sieg durch die Tore von Ibisevic (27. Minute) und Duda (45.+1.) schon in der ersten Halbzeit, in der die Stuttgarter jede Leidenschaft im Abstiegskampf vermissen ließen. Nach dem Wechsel erzielte Salomon Kalou (67.) den dritten Treffer für die Hertha, ehe der eingewechselte Mario Gomez für den 3:1-Endstand sorgte (69.).

          Den Berlinern, die im Mittelmaß feststecken, genügte ein durchschnittlicher Auftritt zum ersten Sieg nach sieben sieglosen Spielen. Stuttgart fiel in der ersten Halbzeit in der Offensive nur mit einem Freistoß von Aogo (27.) und einem Torschuss von Gonzalez auf, hatte allerdings Pech, dass Schiedsrichter Schlager kurz vor dem Führungstreffer der Hertha ein Handspiel von Rekik im Berliner Strafraum übersah und sich auch der Video-Assistent überraschenderweise nicht einschaltete.

          In der zweiten Halbzeit spielte der VfB zwar engagierter, aber Hertha nutzte durch Dilrosun den Raum, der sich dadurch ergab, in der 67. Minute überzeugend. Nach einem schönen Tempolauf spielte der 20 Jahre alte Niederländer von der Grundlinie noch einen gezielten Pass auf Kalou, der den Ball im Liegen über die Torlinie bugsierte. Der nahezu umgehende Gegentreffer durch Gomez (69.) war zu wenig für eine Wende.

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