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Bundesliga-Aufsteiger : „Sensationell, was hier los ist“

  • Aktualisiert am

Party am Neckar: Die Schwaben können auch feiern. Bild: Reuters

Der VfB Stuttgart macht in der zweiten Liga sein Meisterstück. Hannover 96 steigt mit auf. Braunschweig spielt Relegation nach oben, 1860 München nach unten. Würzburg steigt neben Karlsruhe ab.

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          Fast 100.000 Anhänger feierten Zweitligameister VfB Stuttgart und seine Aufstiegshelden, 10.000 Fans von Hannover 96 jubelten in Sandhausen. Die großen Favoriten kehren in die Fußball-Bundesliga zurück. „Ich freue mich riesig, deshalb bin ich glücklich, dass wir wieder in der Bundesliga sind“, sagte Hannovers Clubchef Martin Kind nach dem 1:1 beim SV Sandhausen. Auch Trainer André Breitenreiter war überglücklich: „Das ist eine große Erleichterung“, sagte der Coach.

          Der VfB setzte sich mit 4:1 gegen die Würzburger Kickers durch, die damit neben dem Karlsruher SC als zweiter Absteiger feststehen. Zwei Treffer von Torschützenkönig Simon Terodde ebneten den Schwaben den Weg zum Erfolg. „Das ist sensationell, was hier los ist. Das haben wir noch nicht erlebt“, sagte der Torjäger. Im und um das Stadion feierten Fans und Mannschaft eine große Party. „Das fühlt sich sehr gut an. Das ist der Wahnsinn“, befand VfB-Trainer Hannes Wolf.

          Der VfB Stuttgart ist wieder da: die Rückkehr in die Bundesliga ist perfekt Bilderstrecke
          Der VfB Stuttgart ist wieder da: die Rückkehr in die Bundesliga ist perfekt :

          Auch DFB-Präsident Reinhard Grindel übermittelte den beiden Aufsteigern seine Gratulation. „Herzlichen Glückwunsch an den VfB Stuttgart und an Hannover 96 zum direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Nach dem Rückschlag im vergangenen Jahr haben beide Vereine konzentriert und seriös an der Rückkehr in die Erstklassigkeit gearbeitet und sich nun mit dem Aufstieg belohnt.“

          1860 München muss in Relegation

          Eintracht Braunschweig kann sich als dritter Aufsteiger nach dem unbedeutenden 2:1-Erfolg gegen Karlsruhe dazugesellen, muss sich aber in der Relegation gegen den Nachbarn VfL Wolfsburg durchsetzen.

          Große Enttäuschung herrschte bei den Würzburgern, die nach einem Jahr wieder zurück in die 3. Liga müssen. „Wir sind alle enttäuscht. Das ist kein schöner Moment für uns. Ich habe schon versucht, die Jungs wieder aufzubauen. Die Liga war extrem stark“, sagte Kickers-Coach Bernd Hollerbach.

          1860 München muss nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Heidenheim wie schon 2015 in die Relegation, wo am 26. und 30. Mai Jahn Regensburg als Gegner wartet. „Das Spiel passt leider zu unserer Saison. Das ist schon frustrierend. Jetzt haben wir zwei Bonus-Spiele, die müssen wir nutzen“, sagte Torschütze Stefan Aigner.

          Arminia Bielefeld rettet sich

          Arminia Bielefeld entkam gerade noch einmal der Relegation. Den Ostwestfalen reichte eine Woche nach dem 6:0-Erfolg gegen Braunschweig ein 1:1 beim Tabellenfünften Dynamo Dresden. Julian Börner erzielte nach dem 0:1-Rückstand den wichtigen Ausgleich für die Gäste. Damit sicherten sich die Bielefelder mit einem Punkt Vorsprung Rang 15 vor 1860 München.

          Auch der 1. FC Kaiserslautern beseitigte mit dem 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg letzte Zweifel am Klassenverbleib. Daniel Halfars Eckball führte zum 1:0 für die Pfälzer in der 20. Minute. Im direkten Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und Erzgebirge Aue setzten sich die Gastgeber durch einen Treffer von Christian Gartner mit 1:0 durch und machten den Klassenverbleib damit perfekt. Am Ende erreichten die Rheinländer sogar Rang elf.

          FC St. Pauli wird Rückrundendritter

          Der FC St. Pauli hat seine grandiose Aufholjagd in der Rückrunde gekrönt und die Saison auf Rang sieben beendet. Die Hamburger, nach der Hinrunde noch Tabellenletzter, gewannen am letzten Spieltag mit 3:1 beim VfL Bochum und holten damit die drittmeisten Punkte in der zweiten Halbserie nach den Aufsteigern VfB Stuttgart und Hannover 96. In Bochum drehte St. Pauli die Partie durch zwei Tore der Bremer Leihgabe Lennart Thy und einen Treffer von Lasse Sobiech.

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