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4:2 in Frankfurt : Stuttgart verschärft den Nervenkitzel

Der VfB ist wieder da! Stuttgart bejubelt den Sieg in Frankfurt Bild: dpa

Die Frankfurter Eintracht muss sich wieder stärker mit dem Gedanken der Abstiegsgefahr auseinandersetzen. Nach dem 2:4 gegen wiedererstarkte Stuttgarter fällt auch das Team von Trainer Veh in die bedrohliche Zone zurück.

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          Der Kampf gegen den Abstieg beschäftigt kurz nach der Winterpause mehr Teams als vermutet und sorgt für Spannung. Auch die Frankfurter Eintracht und der VfB Stuttgart, die sich beide wesentlich besser eingeschätzt haben, hätten nichts dagegen, wenn der Nervenkitzel für sie alsbald ein positives Ende finden würde. Am Samstag machten nur die Schwaben einen Schritt weg aus der ungemütlichen Zone: Sie gewannen 4:2 und rückten auf den 11. Platz vor. Die Eintracht fiel auf Rang 14 zurück.

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Armin Veh, der Coach der Hessen, hatte sich für eine überraschende Personal-Zusammenstellung entschieden und vier Winter-Zugänge aufgeboten. Neben dem offensiven Mexikaner Marco Fabian und dem Linksaußen Ungar Szabolcs Huszti durften der aus Berlin abgeworbene Youngster Yanni Regäsel und der von Schalke ausgeliehene Kaan Ayhan in der Viererkette ran. Die Frankfurter nahmen sich der Sache angriffslustig an.

          Zwei Tore sind zu wenig: Frankfurts Meier und Ben-Hatira jubeln nur verhalten Bilderstrecke
          Zwei Tore sind zu wenig: Frankfurts Meier und Ben-Hatira jubeln nur verhalten :

          Die Stuttgarter benötigten eine Weile, bis sie sich auf die Gangart eingestellt hatten – um dann ihrerseits, nach Ballgewinn, schnell in sich bietende Lücken vorzupreschen. Sie besaßen zudem das Glück, dass Alexander Meier einen Kopfball neben den Pfosten setzte (26. Minute) und Referee Peter Sippel ein Handspiel von Christian Gentner im Strafraum übersah. Ein Konter brachte den VfB in Führung. Nach einem Sprint von Lukas Rupp übers halbe Feld landete die Kugel bei Gentner, der aus zehn Metern einschob (27.).

          Dank Torwart Lukas Hradecky, der gegen Daniel Didavi (30.) sowie Timo Werner (35.) parierte, kam es nicht noch schlimmer für die Frankfurter. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sah auch ihr Schlussmann bei einer Ecke von Filip Kostic schlecht aus – Georg Niedermeier verlängerte die Hereingabe auf Didavi, der zum 0:2 (45.) vollendete.

          Nach der Pause brachte Veh mit dem ehemaligen Herthaner Änis Ben-Hatira (für Ayhan) den nächsten Debütanten. Seine Hoffnung, damit Schwung entfachen zu können, erfüllte sich kurz: Meier verkürzte (52.), aber die Stuttgarter schlugen wieder zurück. Niedermeier traf für sie zum 3:1. Nach Platzverweisen für Didavi (67.) und Carlos Zambrano (75.) gingen beide Teams dezimiert in die Schlussphase, in der Kostic (76.) mit einem verwandelten Strafstoß das 4:1 und Huszti (90.) den Endstand erzielte.

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