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VfB-Profi Ascacibar : Sechs Wochen Sperre für Spuckattacke

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Sechs Spiele gesperrt: Santiago Ascacibar (Zweiter von links) wird hart bestraft für seine Spuckattacke. Bild: dpa

Die Spuckattacke von Santiago Ascacibar war der Tiefpunkt der Misere des VfB Stuttgart: Nun bekommt er fünf Spieltage vor Schluss sechs Spiele Sperre. Er könnte dennoch in dieser Saison noch mal zum Einsatz kommen.

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          Santiago Ascacibar kann dem VfB Stuttgart im Bundesliga-Abstiegskampf nach seiner Spuckattacke gegen Nationalspieler Kai Havertz kaum mehr helfen. Der argentinische Mittelfeldspieler wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) „wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung“ bis einschließlich 25. Mai gesperrt. Damit stünde Ascacibar erst in einem möglichen Relegations-Rückspiel wieder zur Verfügung.

          "Ich habe mich für mein Verhalten beim Verein und der Mannschaft entschuldigt", sagte Ascacibar am Dienstag. "Natürlich gilt meine Entschuldigung auch meinem Gegenspieler Kai Havertz. Auch wenn ich zuvor provoziert wurde, darf mir so etwas nicht passieren."

          Der 22-Jährige war in der Nachspielzeit des Bundesligaspiels gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag (0:1) von Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) des Feldes verwiesen worden. Ascacibar, der für sein Vergehen auch vereinsintern bestraft wurde, hat dem Urteil ebenso wie der VfB zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

          „Das geht natürlich gar nicht“, sagte VfB-Coach Markus Weinzierl über Ascacibars Verhalten: „Er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen.“ Der Profi war auch noch nach dem Platzverweis auf Havertz losgegangen, woraufhin Stieler sich schlichtend zwischen beide Spieler stellen musste.

          „Das ist meiner Meinung nach das Schlimmste, was man im Fußball machen kann. Man kann sicherlich hart spielen - aber so etwas macht man nicht“, sagte Leverkusens Coach Peter Bosz, Bayer-Profi Kevin Volland ergänzte: „Solche Leute braucht man in der Bundesliga nicht.“

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