https://www.faz.net/-gtm-9zu7u

1:1 bei Union Berlin : Die Mainzer Not im Keller wird größer

  • -Aktualisiert am

Union Berlin und Mainz 05 liefern sich ein ausgeglichenes Duell. Bild: EPA

Der Düsseldorfer Sieg passt dem FSV gar nicht ins Konzept im Kampf gegen den Abstieg. Trotz eigener Führung und langer Überzahl gelingt den Mainzern dazu bei Union Berlin nur ein Unentschieden.

          2 Min.

          Der ganz große Wurf ist dem FSV Mainz 05 am Mittwochabend nicht gelungen – aber immerhin wieder ein Punktgewinn in der Fremde. Im Duell zweier Mannschaften, die um den Klassenverbleib kämpfen, mussten sie sich bei Union Berlin allerdings mit einem 1:1 begnügen. Angesichts einer mehr als 45-minütigen Überzahl und des Siegs von Mitkonkurrent Düsseldorf war das letztlich zu wenig – zwar weisen die Mainzer mit jetzt zehn Punkten in der Rückrunde einen Zähler mehr auf als zum gleichen Zeitpunkt der Hinserie.

          Bundesliga

          Die Chance, mit Union gleichzuziehen, verpassten sie jedoch. „Wir hätten ein besseres Ergebnis verdient, aber das Wichtigste ist, nicht zu verlieren. Wir müssen das nächste Mal hart arbeiten. Der Düsseldorf-Sieg kompliziert die Sache für uns, im Keller ist es kompliziert, es ist eng da unten“, sagte Pierre Kunde.

          Trainer Achim Beierlorzer hatte nach dem 0:5 gegen RB Leipzig vier personelle Veränderungen vorgenommen. Eine davon zahlte sich in der 13. Minute nachhaltig aus: Leandro Barreiro („Er hat das nach seiner Einwechslung am Sonntag als einziger Sechser so gemacht, wie ich mir das vorgestellt hatte“), anstelle des zweikampfschwachen Edimilson Fernandes neben Kunde ins defensive Mittelfeld gekommen, nahm Marvin Friedrich fünf Meter vor dem Berliner Strafraum den Ball vom Fuß, ließ sich von Robin Quaison steil in den Sechzehner schicken, nahm den Ball direkt – und den flachen Rückpass beförderte Ridle Baku zum 1:0 ins Tor.

          Die Führung war verdient, weil die Mainzer defensiv stabil standen und offensiv bessere Ansätze zeigten als Union. Allerdings sorgten sie selbst für den Rückschlag: Ein Fehler von Florian Müller bei einem an sich harmlosen Freistoß von Marcus Ingvartsen führte zum Ausgleich. Der Schlussmann hatte sich ohne Not in die Mitte bewegt, der Ball landete im Torwarteck (33.). Der zuvor schon ins Stocken geratene Spielfluss der 05er war danach endgültig dahin. Dass die Mainzer ihn mit Beginn des zweiten Durchgangs wiederfanden, hing auch mit der Gelb-Roten Karte gegen den Berliner Robert Andrich zusammen (42.).

          Ohne spielerisch zu glänzen, erarbeiteten sich Mainz nach dem Seitenwechsel ein Übergewicht, hatte mehr Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe, vermochte sich gegen die Berliner Defensive aber nicht entscheidend durchzusetzen. Die beste Chance besaß der bis dahin schwache Jean-Philippe Mateta, der den Ball nach Zuspiel von Taiwo Awoniyi aus 16 Metern über Torwart Gikiewicz, aber auch übers Tor hob (54.). Auf der anderen Seite verhinderte Torwart Müller in der 90. Minute nach einem Freistoß den Union-Sieg. „Wenn man 50 Minuten in Unterzahl spielt, nimmt man gern einen Punkt mit. Das war kein Leckerbissen, das war Abstiegskampf“, erklärte Union-Verteidiger Marvin Friedrich.

          Weitere Themen

          Wiedereinstieg in kleineren Dosen

          Waskes Tennis-Akademie : Wiedereinstieg in kleineren Dosen

          Die Tennis Academy von Alexander Waske hat während der Corona-Pause die Zeit genutzt und ihr Konzept und ihre Methoden überdacht. Entschleunigung ist ein Teil des Neustarts.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.