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Reaktionen zur Relegation : „Es ist surreal, ich fasse es gar nicht“

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Jubeln, jubeln, jubeln: Union Berlin steigt in die Bundesliga auf. Bild: dpa

Der 56. Klub der Bundesliga heißt Union Berlin. Die Begeisterung dort ist nach dem Aufstieg in der Relegation enorm. Beim VfB Stuttgart regiert die Fassungslosigkeit. Die Reaktionen nach dem Drama von Berlin.

          Die Fans von Union Berlin stürmten glückselig den Rasen, Aufstiegstrainer Urs Fischer brüllte seine Freude heraus und hüpfte wild umher, ehe er mit Bier übergossen wurde. Die „Eisernen“ haben sich den Traum vom ersten Bundesliga-Aufstieg erfüllt und sind nach dem 0:0 im Rückspiel der Relegation gegen den VfB Stuttgart als 56. Verein in die Fußball-Bundesliga eingezogen.

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          „Fantastisch. Ich mag es dem Verein, dem tollen Publikum, jedem einzelnen Mitarbeiter total gönnen“, jubelte der völlig durchnässte Fischer am Eurosport-Mikrofon und lobte: „Der ganze Verein hat einfach alles für diesen Erfolg getan. Es war eine tolle Leistung der Mannschaft, auch wenn wir in der ersten Halbzeit wirklich unsere Probleme hatten. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass wir es schaffen können“, sagte er.

          Und Geschäftsführer Oliver Ruhnert fügte hinzu: „Unbeschreiblich. Die Mannschaft hat den schwersten Weg gewählt, den sie nehmen konnte.“ Union-Präsident Dirk Zingler konnte seine Emotionen kaum in Worte packen. „Es ist surreal, ich fasse es gar nicht. Ich bin seit 40 Jahren im Verein, auf diesen Tag habe ich so lange gewartet.“

          Während das Stadion an der Alten Försterei im Berliner Freudentaumel versank, regierte beim VfB große Trauer. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger schlug fassungslos die Hände vor dem Gesicht zusammen, als der dritte Abstieg der Klubgeschichte nach 1975 und 2016 Realität war. „Das ist brutal enttäuschend. Es ist viel schief gelaufen in dieser Saison. Wir haben drei Trainer ausgewechselt. Es hat am Ende nicht gereicht.“ Und Interimstrainer Nico Willig sagte: „Es ist eine Horrorsaison, es ist der Tiefpunkt. Union ist verdient aufgestiegen.“

          Das vermeintlich rettende 1:0 für die Schwaben durch einen Freistoß von Dennis Aogo (9. Minute) hatte Schiedsrichter Christian Dingert nach Studium der Videobilder wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Damit steht der VfB vor dem bitteren Neuaufbau in der zweiten Liga, Interimscoach Willig soll wieder zur U 19 zurückkehren, der Kieler Tim Walter übernimmt für ihn. Union schaffte es hingegen vor 22.012 Zuschauern als 56. Verein und fünfter Klub aus Berlin in die Bundesliga und startete mit Schlusspfiff die Party im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei.

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