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Union Berlin : Eisern Außenseiter

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Wo geht es hin? Union Berlin will in die Bundesliga. Bild: dpa

Union Berlin geht mit einem kleinem Vorteil ins Relegations-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart. Doch die „Eisernen“ stapeln vor dem möglichen ersten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga tief.

          Union behält die Außenseiterrolle. So sehen sie das in Köpenick, auch nach dem 2:2 beim VfB Stuttgart. „Ich bleibe bei der Meinung: Favorit bleibt Stuttgart“, sagte Trainer Urs Fischer vor der Partie an diesem Montag (20.30 Uhr/Eurosport Player) in der Alten Försterei. Für den Sprung in die Erste Fußball-Bundesliga reicht den Eisernen ein Unentschieden, torlos oder 1:1. Stuttgart muss auf Sieg spielen. „Der Boxer hat jetzt eine Runde verloren, eine abgekriegt“, meint Nico Willig vor seinem letzten Spiel als VfB-Coach. „Er muss sich jetzt wieder etwas schütteln, und am Montag geht es wieder auf die Platte.“

          Union hat in dieser Saison erst ein Spiel vor eigener Kulisse verloren (1:3 gegen Paderborn am 30. März) und ließ 14-mal kein Gegentor zu. Die Berliner waren das in Heimspielen erfolgreichste Team der zweiten Liga. Stuttgart dagegen erspielte sich gerade einmal sechs Auswärtspunkte in der ersten Liga, konnte nur einmal auf fremdem Platz gewinnen (2:0 in Nürnberg am 10. November 2018).

          Die Union-Fans fiebern auf den Montagabend hin. Erstmals seit dem Abstieg aus der DDR-Oberliga im Frühjahr 1989 würde die eigene Mannschaft nach einem Aufstieg wieder in der höchsten deutschen Fußballliga spielen. „Die Vorfreude ist da, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es zu viel wird“, sagte Fischer in seiner gewohnt stoischen Art. In der Erinnerung an das Public Viewing beim Hinspiel geriet aber auch der Schweizer ins Schwärmen. „Das musst du dir mal vorstellen, das ist Wahnsinn. 15.000 Zuschauer, die ein Spiel verfolgen im Stadion, und wir spielen 700 Kilometer entfernt – das ist unglaublich.“ Der VfB hofft auf die Unterstützung von etwa 2000 Fans in der Alten Försterei. „Montagabend ist immer noch genug Zeit, zu jammern und zu weinen, wenn es schiefgehen sollte“, sagte Kapitän Christian Gentner der „Bild“-Zeitung. „Bis dahin sollten wir Optimismus verbreiten und es auch wirklich so sehen.“

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