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Bayern-Präsident Uli Hoeneß : „Bis auf meine Steuergeschichte nicht viele Fehler gemacht“

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Hält sich mit seiner Meinung normalerweise nicht zurück: Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß Bild: dpa

Nach der Ausbootung der drei Bayern-Weltmeister aus dem Nationalteam hat Vereinspräsident Uli Hoeneß nur verhaltene Kritik am Bundestrainer geübt. Dieses Verhalten erklärt er nun. Er bezieht auch zu anderen Themen Stellung.

          Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich mit Bedacht nicht gleich zur Ausbootung der Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng aus der Fußball-Nationalmannschaft geäußert. „Hätte ich gesagt, was ich denke, hätte das Internet erst einen Salto rückwärts und dann vorwärts gedreht. Das wollte ich mir ersparen – und Jogi Löw übrigens auch“, sagte Hoeneß in einem am Freitag veröffentlichten Interview des Vereinsmagazins „51“.

          Hoeneß ist es wichtig, dass auch die nachfolgende Generation an der Spitze des Rekordmeisters den FC Bayern wie eine Familie betrachtet. „Auf jeden Fall ist das etwas, das man auf keiner Universität lernen kann oder das du einem Headhunter ins Anforderungsprofil mitgibst. Das hat viel mit dem Charakter der handelnden Personen zu tun.“ Er versuche, Sportdirektor Hasan Salihamidzic „dieses Motiv nachhaltig zu vermitteln“. Auch beim wahrscheinlichen künftigen Vorstandschef Oliver Kahn sei er in dieser Hinsicht „zuversichtlich“.

          Über seinen eigenen beruflichen Weg sagte Hoeneß: „Bis auf meine Steuergeschichte habe ich nicht so viele gravierende Fehler gemacht. Ich habe den Beruf immer geliebt und mein Herzblut investiert.“ „Learning by doing“ sei „nicht das Schlechteste im Leben, denn es gibt nicht für alles ein Handbuch. Man muss den Mut haben, Entscheidungen zu treffen – auch mal aus dem Bauch heraus“.

          Vor dem anstehenden Bundesligaspiel der Bayern an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) gegen den SC Freiburg gibt es indes weitere schlechte Nachrichten von Arjen Robben. Der zuletzt verletzte Profi geht nach eigenem Bekunden nicht davon aus, dass er beim Spitzenspiel gegen Dortmund in der nächsten Woche eingesetzt werden kann. „Wir müssen schauen, (...) aber ich glaube es nicht“, sagte der Fußball-Profi der Münchener „Abendzeitung“. Er sei wieder auf einem guten Weg, aber noch nicht bei der Mannschaft. Es werde  noch etwas dauern, aber es bleibe nichts anderes übrig, als hart zu arbeiten und zu kämpfen.

          Der 35-Jährige muss wegen diverser Verletzungen seit Ende November pausieren. Bevor es am 6. April zum Spitzenspiel in der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund kommt, wollen die Münchner am Samstag die Tabellenspitze mit einem Sieg in Freiburg verteidigen.

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