https://www.faz.net/-gtm-t1di

Übertragungsrechte : Kartellamt prüft Bundesliga-Bündnis

  • Aktualisiert am

Das Kartellamt prüft, wer übertragen darf Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Die Wettbewerbshüter überprüfen die Zusammenarbeit zwischen den beiden Bezahlfernsehsendern Arena und Premiere bei der Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga. Die TV-Bilder zum Saisonstart seien aber nicht gefährdet.

          2 Min.

          Das Bundeskartellamt überprüft die Zusammenarbeit zwischen den beiden Bezahlfernsehsendern Arena und Premiere bei der Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga.

          „Wir haben die Unternehmen am Montag angeschrieben und gebeten, uns die Kooperationsverträge zu übermitteln“, sagte eine Kartellamtssprecherin am Dienstag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Behörde wolle feststellen, ob es sich bei der Zusammenarbeit um eine verbotene wettbewerbswidrige Vereinbarung handle.

          Prüfung hat keine Aufschiebende Wirkung

          Die anstehende Prüfung habe aber keine aufschiebende Wirkung für die geplante Zusammenarbeit, die bereits zum ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison am 11. August beginnen soll.

          Arena und der Konkurrent Premiere haben in der vergangenen Woche überraschend vereinbart, die Bundesliga im Bezahlfernsehen gemeinsam zu vermarkten. Premiere soll dabei für Arena die Vermarktung in weiten Teilen des Kabelfernsehens übernehmen. Auch über eine Zusammenarbeit bei der Bundesliga-Ausstrahlung in Gaststätten ("Sportsbars") gibt es Gespräche. Im Satellitenfernsehen sind beide Sender dagegen bislang weiter Konkurrenten. Die Unternehmen halten die Zusammenarbeit für kartellrechtlich unproblematisch.

          Extragebühr für Freischaltung

          Fußball-Fans müssen für das Arena-Bundesliga- Angebot in der kommenden Saison etwas tiefer in die Tasche greifen, als von vielen angenommen. Bei Neukunden, die das Programm über Premiere empfangen wollen, wird neben den monatlichen Abo-Gebühren von vorerst 14,90 Euro eine einmalige Freischaltungsgebühr fällig. „Aktivierungsgebühren zu Beginn eines Abonnements sind üblich“, sagte Premiere-Chef Georg Kofler.

          Die Premiere-Anschlußkosten betragen gegenwärtig 29,90 Euro. Je nach Umfang des Abonnements - Fußball kann auch in Kombination mit anderen Premiere-Programmen gebucht werden - soll diese Gebühr nun offenbar variieren. Sie werde je nach Abo-Umfang „angepaßt“, sagte Kofler der Zeittschrift „Stern“. Die genaue Summe stehe noch nicht fest, sagte ein Premiere-Sprecher am Mittwoch.

          Auf Druck der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte sich Arena und Premiere in der vergangenen Woche überraschend über eine gemeinsame Verbreitung der Bundesligaspiele im Bezahlfernsehen (Pay-TV) geeinigt. Vor allem die rund 9,6 Millionen Kabel-Haushalte, die Arena bislang nicht nutzen konnten, profitieren davon. Sie können nun technisch das Angebot des neuen Bundesliga-Senders empfangen.

          Zunächst wäre das sonst nur in Nordrhein-Westfalen, Hessen und in Baden- Württemberg möglich gewesen. Dessen Kabelnetze werden vom Arena-Mutterkonzern Unity Media betrieben und erreichen etwa 7,5 Millionen Kunden. Mit den beiden Säulen ist laut DFL eine „flächendeckende und kostengünstige“ Bundesliga-Versorgung in Deutschland über Kabel oder Satellit garantiert.

          Weitere Themen

          Die deutschen Handballer im Niemandsland

          Aus im Olympia-Viertelfinale : Die deutschen Handballer im Niemandsland

          Den deutschen Handballspielern fehlt es gegen Ägypten an allem. Die „Mission Gold“ endet damit schon frühzeitig. Damit bleibt Gislason den Nachweis schuldig, der „Unterschiedstrainer“ zu sein, als der er verpflichtet wurde.

          IOC leitet Untersuchung ein Video-Seite öffnen

          „Fall Timanowskaja" : IOC leitet Untersuchung ein

          Im Fall der belarussischen Leichtathletin Kristina Timanowskaja leitet das IOC eine offizielle Untersuchung gegen den nationalen Verband aus Belarus ein. Timanowskaja gibt an, sie hätte von ihrem Verband zur Rückkehr nach Minsk gezwungen werden sollen, nachdem sie Kritik an Funktionären geübt habe. Auf dem Tokioter Flughafen habe sie sich dann an die Polizei gewandt.

          Hütters Plan mit Geduld und System

          Borussia Mönchengladbach : Hütters Plan mit Geduld und System

          Schon vor dem ersten Pflichtspiel sind Gladbachs Fans von Adi Hütter begeistert. Ganz geheuer ist ihm das nicht. Sportlich vertraut er dem eingespielten Team – und einem ungeduldigen Max Eberl.

          Topmeldungen

          Halbe Seite vom früheren CSU-Kultus- und Wissenschaftsminister Hans Maier übernommen? Neue Vorwürfe gegen Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet

          Buch des CDU-Kanzlerkandidaten : Neue Plagiatsvorwürfe gegen Laschet

          Der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber zieht seine entlastende Stellungnahme zum Buch des Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet zurück. Weber kündigte an, das Buch genauso detailliert zu prüfen wie jenes der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.
          Alles ist möglich: Mit dem Instagram-Filter „Big Lick“ kann man ausprobieren, ob man mit der Zunge an die Nasenspitze kommt.

          Das Spiel mit Identitäten : Ich bin viele

          Kein Jugendlicher muss sich festlegen, wer oder was er sein will. Im Internet lassen sich alle Identitäten erkunden. Das bringt Freiheiten – aber auch Druck.
          Ein Smartphone in Kinderhänden ist längst nicht mehr ungewöhnlich. Viele Eltern wollen auf den Kontrollblick aber nicht verzichten.

          Eltern, die überwachen : Was Kinderschutz-Systeme im Handy können

          Chatten, Surfen, Spielen – Eltern wollen wissen, und bisweilen kontrollieren, was die Kinder mit ihrem eigenen Smartphone so anstellen. Das funktioniert schon mit Bordmitteln, kann mitunter aber heikel sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.