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1:1 in Köln : Die Europa League hat Hoffenheim schon mal sicher

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Hoffenheim ist gegen Kölns starke Defensive lange ideenlos. Nach dem Rückstand sieht alles nach einer Pleite aus – doch dann kommt die Nachspielzeit: Die TSG sichert sich ihr Ticket nach Europa.

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          Nach dem 1:1 beim 1. FC Köln ist der TSG 1899 Hoffenheim mindestens ein Platz in der Europa League sicher – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Doch die Kraichgauer wollen lieber Dritter werden. „Das probieren wir auch“, hatte Cheftrainer Julian Nagelsmann vor der Partie gegen die Rheinländer gesagt. Die dürftige Kostprobe, die seine Mannschaft am Freitagabend im Rheinland abgab, schien allerdings nicht geeignet, den Anspruch zu untermauern, in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen. Gegen Köln liefen die Hoffenheimer bis in die Nachspielzeit einem Rückstand hinterher, nachdem Leonardo Bittencourt die Heimelf in der 58. Minute in Führung geschossen hatte. Kurz vor dem Abpfiff gelang Kerem Demirbay aber noch der verdiente Ausgleich für die TSG, die in der Fußball-Bundesliga mit Borussia Dortmund um den dritten Tabellenplatz konkurriert, der die direkte Teilnahme an der Königsklasse bedeutet.

          Es ging um viel, aber es tat sich wenig in der ersten Hälfte. Eine einzige gute Torchance erzeugte kurz Aufregung. Fünf Minuten vor der Pause setzte sich der Kölner Verteidiger Dominique Heintz nach einer Ecke im Kopfballduell gegen Sebastian Rudy durch, traf aber nur den Pfosten. Bis dahin war Ermin Bikcakcic einem Treffer am nächsten gekommen – der Hoffenheimer Abwehrmann köpfte den Ball bei einer Rettungsaktion knapp über das eigene Tor. Osako dagegen verfehlte mit einer Direktabnahme aus günstiger Schussposition klar das Ziel. Von den zuletzt auffälligsten Angreifern beider Mannschaften war nichts zu sehen. FC-Torjäger Anthony Modeste, vor zwei Jahren von der TSG Hoffenheim nach Köln gewechselt, stand zumeist im Abseits, wenn sich eine vielversprechende Situation anzubahnen schien. Auf der anderen Seite kam auch Adam Szalai nicht zum Zuge. Der Stürmer hatte nur dreizehn Torschüsse benötigt, um für Hoffenheim sieben Treffer zu erzielen. In Köln jedoch erhielt der Ungar keine Gelegenheit, diese Effektivität zu bestätigen; im zweiten Durchgang wurde Szalai gegen Mark Uth ausgetauscht.

          Auch nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Parteien zunächst; es fehlte an Ideen und Esprit. Doch plötzlich verliehen die Kölner der auf mäßigem Niveau ausgeglichenen Begegnung mit dem Führungstor einen Impuls. Nationalspieler Jonas Hector flankte von rechts und fand in Bittencourt einen dankbaren Abnehmer, der den Ball aus etwa vier Metern unbedrängt über die Linie drücken konnte. Das Hoffenheimer Abwehrverhalten wurde den Ambitionen einer Mannschaft, die in die Champions League will, nicht gerecht.

          Das Gegentor brachte den Tabellendritten aus dem Kraichgau in Zugzwang. Doch der TSG fiel nicht viel ein gegen die tief stehenden Kölner, die auf Gelegenheiten zum Kontern lauerten. Bei einem dieser Gegenstöße hätte die Heimelf ihren Vorsprung sogar ausbauen können. Doch Torhüter Oliver Baumann verhinderte mit einer starken Parade die mögliche Vorentscheidung zu Gunsten der Kölner. Den Hoffenheimern lief die Zeit davon. Kurz vor Schluss verpasste der FC abermals die Chance, ein zweites Tor zu erzielen. In der Nachspielzeit gaben die Kölner den Sieg, der allerdings schmeichelhaft gewesen wäre, doch noch aus der Hand. Hoffenheim wird sich steigern müssen, um im Saison-Endspurt den angestrebten dritten Platz zu verteidigen.

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