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0:3 gegen Hoffenheim : Für Labbadia wird es eng bei Hertha BSC

  • Aktualisiert am

Er braucht dringend ein Erfolgserlebnis: Bruno Labbadia, Trainer von Hertha BSC Bild: EPA

Durch die Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim rutscht Hertha BSC endgültig in die Gefahrenzone. Trainer Bruno Labbadia gerät immer mehr unter Druck. Dabei hätte alles ganz anders kommen können.

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          Der einstige Europapokal-Aspirant Hertha BSC und Trainer Bruno Labbadia geraten im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga immer stärker unter Druck. Gegen den direkten Konkurrenten TSG Hoffenheim verloren die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten Berliner am Dienstagabend nach schwacher Offensivleistung 0:3 (0:1). Die Herthaner haben von den letzten sieben Hinrundenspielen nur eines gewonnen und fünf Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16.

          Bundesliga

          Nationalspieler Sebastian Rudy (33.) und zweimal Andrej Kramaric (68./88.) schossen die Hoffenheimer zum ersten Sieg im Jahr 2021, der auch dem zuletzt angezählten Cheftrainer Sebastian Hoeneß helfen dürfte. Vorher war Herthas Stürmer Krzysztof Piatek (12.) mit einem schwach getretenen Foulelfmeter an Hoffenheims Torwart Oliver Baumann gescheitert.

          Durch den erlösenden Erfolg nach zuvor drei Spielen ohne Dreier überholte die TSG die Hertha auch in der Tabelle. Mit 19 Punkten steht das Team zwei Zähler vor dem Hauptstadt-Klub. Dessen Coach Labbadia, der Hertha eigentlich in Richtung Europa führen sollte, könnte in Berlin nun schärfer in den Fokus rücken.

          Nachdem Labbadia und auch Manager Michael Preetz vor der Partie gegen Hoffenheim betonten, dass sie mit der aktuellen Lage nicht zufrieden sind, sollten eine spielerische Steigerung und vor allem Tore her. Folglich brachte der Trainer den zuletzt mit Leistenproblemen angeschlagenen Matheus Cunha auf der Spielmacherposition, doch klare Gelegenheiten kreierten die Gastgeber vorerst nicht.

          Die Hoffenheimer, von denen Hoeneß eine offensive Vorstellung sehen wollte, standen gut und warteten auf Konter. Berlin nutzte seine Vorteile beim Ballbesitz im Verlauf der ersten Halbzeit zu selten, um den Druck auf die eng gestaffelten Reihen zu erhöhen. Gerade Cunha kam zwar immer wieder auf der linken Seite durch, für Großchancen brauchte es aber die Hilfe des Gegners.

          Nach einem Chipball in den Strafraum foulte Hoffenheims Kasim Adams Herthas Angreifer Jhon Cordoba, den fälligen Elfmeter schoss Sturmpartner Piatek dem Schlussmann der Gäste, der schnell nach links unten abtauchte, auf die Hände. Das Labbadia-Team hätte danach durch Rechtsverteidiger Peter Pekarik (17.) und Cordoba (31.) vielleicht sogar treffen können, aber die Kraichgauer waren abgeklärter.

          Christoph Baumgartner, der einzige Neue in der Startelf, trieb den Ball bei einem TSG-Konter flink über das Feld und steckte gut auf Rudy durch, dessen Schuss von der Strafraumgrenze von Berlins Matteo Guendouzi ins Tor abgefälscht wurde. Nach der Pause versuchte Hertha die Kontrolle zu übernehmen und sich den Ausgleich zu erspielen. Sie drückten auf die Hoffenheimer Abwehr, welche die Bemühungen aber umsichtig weg verteidigte.

          Genau in diese Phase Druckphase der Berliner hinein traf jedoch Kramaric, der nach einem guten Hoffenheimer Angriff einen verlorenen Ball im Strafraum aus der Drehung verarbeitete und über die Linie schob. In der 87. Minute setzte TSG-Stürmer Ihlas Bebou den Ball an die Latte, kurz danach traf Kramaric mit einem direkt verwandelten Freistoß zum Endstand.

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