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Ärger bei TSG Hoffenheim : „Unentschieden gehen mir auf den Sack“

  • Aktualisiert am

Enttäuscht in die Winterpause: Vincenzo Grifo und die Hoffenheimer. Bild: dpa

Julian Nagelsmann mag keine Remis. Dennoch legt Hoffenheim vor der Winterpause eine Serie von gleich sechs Unentschieden hin. Entsprechend genervt ist nicht nur der Trainer nach dem 1:1 gegen Mainz.

          Julian Nagelsmann „hasst“ Unentschieden, das hatte der Chefcoach der TSG 1899 Hoffenheim schon vor Wochen erklärt. Seine Mannschaft hat sich dennoch mit einer Serie von gleich sechs Remis in die Winterpause verabschiedet. Dementsprechend genervt war der 31-Jährige am Sonntagabend nach dem 1:1 (1:1) zum Bundesliga-Kehraus gegen den FSV Mainz 05. „Die Unentschieden gehen mir auch auf den Sack, wenn ich ehrlich bin“, sagte Spielmacher Kerem Demirbay dem TV-Sender Sky.

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          Auch die wegwerfende Handbewegung seines Kollegen Florian Grillitsch nach dem Abpfiff dokumentierte die Unzufriedenheit der Hoffenheimer. Das Spiel war „das totale Abbild unserer Hinrunde“, konstatierte Nagelsmann. Eine andere Statistik vertrat am Sonntagabend nur Mäzen Dietmar Hopp. „Seit zehn Spielen ungeschlagen“, sagte der Milliardär, bevor er in die Kabine den Tabellensiebten verschwand.

          Wenn die Kraichgauer Goalgetter wie die Dortmunder Marco Reus oder Paco Alcácer hätte, wären sie vielleicht ein unmittelbarer Verfolger von Herbstmeister Borussia. Nagelsmann machte jedenfalls seine eigene Rechnung nach dem 17. Spieltag auf: „Wir sind, glaube ich, Tabellenführer im Herausspielen von Torchancen. Demütig gesehen müssten wir neun Punkte mehr haben. Ein bisschen weniger demütig dürften es auch zwölf oder dreizehn sein.“ So sind insgesamt derzeit nur 25.

          Vor 28.216 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena trafen die Hoffenheimer gleich viermal Pfosten oder Latte. Der starke Demirbay hatte die Gastgeber nach elf Minuten in Führung gebracht. Jean-Philippe Mateta glich mit seinem fünften Saisontor aus (16.). Nagelsmann ist für die Rückrunde guter Dinge, „dass wir die Anzahl der Torchancen so hoch halten können und mit mehr Körner im Tank und paar Details mehr im Training auch mehr Tore schießen werden“.

          „Sehr stolz“, so Trainer Sandro Schwarz, verließen die Mainzer das Stadion und das Fußballjahr 2018. Die Rheinhessen warten zwar seit vier Spielen auf einen Sieg, liegen aber als Zwölfter mit 21 Zählern im Soll. Schwarz freute sich über eine „sehr beachtliche Entwicklung“ seines Team - „von der Mentalität, von der spielerischen Qualität“. Aber auch er räumte ein: „Wir haben auch das Gefühl, dass es mehr Punkte sein können.“ Sportvorstand Rouven Schröder meinte: „Wir können zufrieden sein. Wir ruhen uns jetzt kurz aus, dann greifen wir wieder an.“

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