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Transfers bei der Eintracht : Für eine Überraschung gut

  • -Aktualisiert am

Feilt an der Entwicklung der Mannschaft: Eintracht-Trainer Adi Hütter Bild: dpa

Das Transferfenster ist fast zu. Große Veränderungen sind in Frankfurt nicht mehr geplant. Deshalb ist von der neuen Eintracht nichts grundlegend anderes zu erwarten als das, was man von der alten kennt.

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          Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, der letzte Euro noch nicht ausgegeben, und der letzte Profi noch nicht transferiert. Aber bis 18 Uhr an diesem Montag wird der Kader der Frankfurter Eintracht sicher nicht mehr dermaßen umgekrempelt werden, dass sich die Aussichten für diese Bundesliga-Vorrunde noch grundlegend verändern. Nach einem Start mit sieben Punkten aus den ersten drei Begegnungen und der Verpflichtung von Amin Younes können die Hessen optimistisch der Zeit bis Weihnachten entgegengehen.

          Bundesliga

          Es ist kaum anzunehmen, dass die Eintracht ihren Platz in der Spitzengruppe erfolgreich verteidigen wird, bis die Weihnachtskerzen angezündet werden. Aber dass die Lichter ausgehen könnten, wie manche nach dem 1:1 im Bundesliga-Eröffnungsspiel gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld schon befürchteten, darf ausgeschlossen werden.

          Mit Younes, dem fünfmaligen Nationalspieler, schloss die Eintracht eine Lücke in ihrem Kader. Es fehlte ihr ein dribbelstarker Außenspieler, der auch über rechts kommen kann. Der gebürtige Düsseldorfer, bei Borussia Mönchengladbach und Ajax Amsterdam bekannt geworden, vermag mit einer unorthodoxen Einzelaktion ein Spiel zu beleben oder gar zu wenden, wenn allen anderen Kollegen die Ideen ausgegangen sind. Das starke 3:1 in Berlin und die phantastische zweite Halbzeit gegen Hoffenheim mögen manchem Fan schon aus dem Gedächtnis getilgt haben, dass das Eintracht-Spiel in den vergangenen Monaten holperte, sobald Kamada keinen guten Tag erwischt hatte. Ein zweiter unberechenbarer Spieler ist dringend nötig gewesen.

          Gewagte Hochrechnungen, je nach dem letzten Ergebnis hyperoptimistisch oder hyperpessimistisch, mögen eine Fußball-Diskussion beleben, taugen jedoch nicht als Prognose über den Tag hinaus. Ein Blick über die letzten Resultate hinaus auf den Kader zeigt, dass die Eintracht zwar einige Spieler verpflichtet und einige verloren hat, aber der Stamm der prägenden Kräfte zumindest gleich geblieben ist, durch Younes vielleicht sogar erweitert wurde. Vor allem aber hat sich die Mentalität des Kaders nicht verändert. Deshalb ist von der neuen Eintracht nichts grundlegend anderes zu erwarten als das, was man von der alten kennt.

          Es sei denn, Trainer Adi Hütter gelingt es, wie es sein Ziel ist, die Mannschaft zu entwickeln, was ihm in den Europa-League-Jahren mit ihrer Dichte an englischen Wochen nicht möglich gewesen ist. Das gilt spieltaktisch wie personell. Die Beispiele Touré und Tuta haben mit ihren Leistungen gegen Hoffenheim gezeigt, wie wenig festgefahren das Leistungsbild einer Bundesliga-Mannschaft sein muss – auch wenn es so scheint, weil der Trainer gerne auf Konstanz setzt.

          Der 24 Jahre alte Franzose Touré drehte auf der rechten Außenbahn nach vielen durchwachsenen Monaten richtig auf, und Tuta erwies sich mit 21 gleich bei seinem Bundesliga-Debüt als würdiger Vertreter des rechten Innenverteidigers David Abraham. Lassen wir uns also überraschen.

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