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Domino auf dem Transfermarkt : Die Bayern und das Sommerloch

  • -Aktualisiert am

„Wenn Sie wüssten, wen wir alles schon sicher haben“: Noch ist das Geheimnis von Uli Hoeneß nicht gelüftet. Bild: Picture-Alliance

Die armen Münchner müssen die fußballfreie Zeit exklusiv füllen. Nun ist auf dem Transfermarkt der erste Dominostein gefallen. Aber es wäre nicht überraschend, wenn gar keiner davon bis nach Deutschland fällt.

          Die armen Bayern. Müssen die ganze Last wieder mal alleine tragen und das Sommerloch exklusiv füllen. Das machen die Münchner in bewährter Manier außerordentlich gründlich. Jeden Tag sagt ein anderer aus dem Verein oder dem Umfeld der Spieler irgendetwas zu möglichen Transfers, und das darf dann schon mal völlig widersprüchlich sein. Die Aussagen reichen von „international so nicht wettbewerbsfähig“ bis zu „lieber einen schmalen Kader mit einem guten Betriebsklima“.

          Und über allem schweben die Ankündigungen des Präsidenten. „Wenn Sie wüssten, wenn wir alles schon sicher haben“, hatte Uli Hoeneß im Februar angekündigt und im März noch einmal nachgelegt und für den Sommer das größte Investitionsprogramm angekündigt, das der FC Bayern je aufgelegt habe. Von bis zu 200 Millionen Euro war schnell die Rede – und seitdem warten alle auf die Umsetzung der präsidialen Worte.

          Sollte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Recht behalten, dann wird die Geschichte also nun ins Rollen kommen. Mit dem seit Freitag feststehenden Wechsel von Antoine Griezmann von Atlético Madrid zum FC Barcelona ist ein Dominostein gefallen – ob das aber den Effekt nach sich zieht, den sich die Bayern erhoffen? Barcelona muss vielleicht nicht nur diese 120 Millionen Euro – oder gar 200 Millionen, weil Atlético den Fall von der Fifa geklärt wissen will – gegenfinanzieren.

          Die Katalanen bemühen sich auch um eine Rückkehr von Neymar aus Paris, und damit hätten sie nicht nur ein finanzielles Problem, sondern auch einige Offensivspieler zu viel. Für Dembélé, angeblich (und angesichts dessen Disziplinlosigkeiten kaum zu glauben) Bayerns B-Lösung, falls Leroy Sané doch lieber bei Manchester City bliebe, und für Coutinho wäre dann kein Platz mehr. Der Brasilianer war im Januar 2018 nach einigem Hin und Her vom FC Liverpool zu Barça gewechselt, weil er unbedingt die Champions League gewinnen wollte, was dann prompt Liverpool in diesem Jahr gelang.

          Neben der Ablöse für Neymar, angeblich 150 Millionen Euro, soll ein Spieler on top kommen: Dembélé ist der Favorit von PSG-Trainer Tuchel, Coutinho der Kandidat von PSG-Sportdirektor Leonardo. Es wäre also nicht überraschend, wenn gar kein Dominostein bis nach Deutschland fällt. Abwarten, die Fortsetzung folgt garantiert – das Sommerloch dauert ja auch noch ein wenig.

          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

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