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Transferideen trotz Corona : Die kniffligen Planungen des FC Bayern

  • Aktualisiert am

Leroy Sané wird weiter als Königstransfer des FC Bayern gehandelt. Bild: dpa

Die Corona-Pandemie hat auch den FC Bayern fest im Griff. Dennoch wird an der Münchner Zukunft im Hintergrund eifrig gearbeitet. Dabei könnte eine bisher einmalige Transferoffensive herauskommen.

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          Auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße herrscht fast gespenstische Ruhe. Die Corona-Pandemie hat auch Bayern München fest im Griff. Die Stars bereiten sich im „Home Office“ auf eine Fortsetzung der Saison vor – und die Verantwortlichen arbeiten im Hintergrund intensiv an einer bisher einmaligen Transferoffensive und der erfolgreichen Zukunft des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

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          Im Mittelpunkt des Interesses soll weiterhin Leroy Sane von Manchester City stehen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat sich einem Bericht der „Sport Bild“ zufolge in der vergangenen Woche mit Unterhändlern der Beraterfirma Lian Sports getroffen, die den 24 Jahre alten Nationalspieler vertreten. Sane ist als Königstransfer des Bundesliga-Spitzenreiters im Sommer geplant. Die Ablöse für den Flügelstürmer liegt bei über 100 Millionen Euro. Ob die aktuelle Krise möglicherweise Auswirkungen auf die Transferentschädigungen hat, ist momentan noch nicht abzusehen.

          Einziges Problem offensichtlich: Sane gilt in erster Linie als Wunschspieler von Salihamidzic, Trainer Hansi Flick soll dagegen Timo Werner von RB Leipzig favorisieren. Dass beide Profis kommen, ist unwahrscheinlich. Und Flick hat im Falle einer Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus, die Aufsichtsratsmitglied Uli Hoeneß zuletzt bei Sport1 „zeitnah“ in Aussicht gestellt hatte, bereits unmissverständlich betont: „Wenn es um Neuzugänge und Verstärkungen geht, muss der Trainer aus meiner Sicht ein Vetorecht haben.“

          Es sei wichtig, ergänzte der Coach in „Sport Bild„, „eben auch die Möglichkeit zu haben, Vorschläge abzulehnen“. Zugleich sei er sich bewusst, „dass man die Planungen nicht allein an den Wünschen eines Trainers ausrichten“ könne. Aber eben zumindest teilweise. Immerhin sollen sich Flick und Salihamidzic bei der Bewertung von Spielmacher Kai Havertz von Bayer Leverkusen einig sein. Dass der 20-Jährige den Bayern allerdings über 100 Millionen Euro wert ist, von denen der Werksklub (noch) träumt, ist eher fraglich.

          Salihamidzic ist aber auch bei den eigenen Profis wie Thomas Müller, David Alaba und Kapitän Manuel Neuer, deren Verträge im Sommer 2021 auslaufen, gefragt. Wie bei Flick zeigte sich Hoeneß auch in diesem Punkt zuversichtlich. Er wisse, „dass mit allen Spielern derzeit gesprochen wird. Ich hoffe, dass das alles erfolgreich laufen wird.“ Am ehesten steht wohl eine Weiterbeschäftigung von Alaba auf der Kippe. Der FC Barcelona und Real Madrid sollen Interesse haben.

          Offen ist weiterhin die Zukunft von Philippe Coutinho, der sich bislang nicht nachhaltig für ein festes Engagement empfehlen konnte. Über 100 Millionen Euro werden die Bayern für die Barca-Leihgabe eher nicht bezahlen. Tendenz: Abschied. Dagegen soll Ivan Perisic laut „Sport Bild“ Signale erhalten haben, dass die Bayern weiter mit ihm planen. Die Ablöse an Inter Mailand läge bei rund 15 Millionen Euro. Als Verkaufskandidaten im Sommer werden Javi Martinez, Corentin Tolisso und weiterhin auch Jerome Boateng gehandelt. Abwarten. Noch gibt es drängendere Probleme.

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