https://www.faz.net/-gtm-u9gs

Trainingslager in Dubai : Der FC Bayern 2007: Zeit der Ausreden ist vorbei

  • Aktualisiert am

Magath wacht in Dubai über das Auftaktprogramm der Bayern Bild: dpa

Bei Manager Uli Honeß schimmert im neuen Jahr wieder die alte Angriffslust durch: „2006 war ein Sommermärchen, jetzt kommt das Frühjahrserwachen.“ Der FC Bayern hat die Rückrundenvorbereitung in Dubai aufgenommen.

          2 Min.

          Die Zeit der Ausreden soll beim FC Bayern München im Jahr 2007 vorbei sein. Beim Trainingsauftakt des deutschen Meisters am Freitag im schon traditionellen Winter-Camp in Dubai erklärte Manager Uli Hoeneß den Spielern, dass auch die Nachwirkungen der Weltmeisterschaft nicht mehr als Entschuldigung für schwächere Leistungen akzeptiert werden.

          „2006 war ein Sommermärchen, jetzt kommt das Frühjahrserwachen“, sagte Hoeneß, der im Flugzeug von München in die Vereinigten Arabischen Emirate auf seinen 55. Geburtstag anstoßen konnte. In der Hinrunde seien Probleme unvermeidbar gewesen. „Wir haben gewusst, was es auch mental bedeutet, bei einer WM im
          eigenen Land die Kohlen aus dem Feuer zu holen“, sagte der Weltmeister von 1974: „Wir hatten zehn Spieler bei der WM, die hatten jetzt ihren wohlverdienten Urlaub. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Jetzt geht es um Bayern München und sonst nichts.“

          „Das Jahr könnte nicht besser beginnen“

          Mit einer gezielten Vorbereitung und Rückkehrern wie Owen Hargreaves und Valerien Ismael, die nach ihren Beinbrüchen aber noch nicht wieder voll belastbar sind, will der Rekordmeister nach der Winterpause angreifen. „Wir sind in der Bundesliga auf Tuchfühlung zur Spitze. In der Champions League sind wir souverän weiter gekommen und haben in Real Madrid einen tollen Gegner. Das Jahr könnte nicht besser beginnen“, erklärte Hoeneß angriffslustig.

          Hoeneß: „Wir bekommen jeden Spieler, den wir wollen”

          Der Auftrag an Trainer Felix Magath und das Team um Kapitän Oliver Kahn ist unmissverständlich. „Jetzt ist harte Arbeit angesagt. Man muss die Form finden und Kondition tanken, um die schweren Wochen zu bestehen“, sagte Hoeneß im sonnigen Dubai. Magath will bis zur Rückreise am 14. Januar den Konkurrenzkampf im Training und bei den Spielen um den Dubai-Cup, bei dem Benfica Lissabon, Lazio
          Rom und Olympique Marseille die weiteren Teilnehmer sind, neu entfachen: „Die Pause war gut. Jetzt können wir angreifen.“

          Hargreaves bleibt „unverkäuflich“

          Auf dem Personalsektor wird sich nach der Verpflichtung von Jan Schlaudraff in Dubai wohl nichts Entscheidendes tun. Ein Wechsel von Mittelfeldspieler Hargreaves zu Manchester United ist für Hoeneß weiterhin tabu - selbst für 30 Millionen Euro. „Owen ist im Moment unverkäuflich“, erklärte der Manager. Auch Magath ist das Thema leid. „Es gibt keine Personalie Owen Hargreaves. Da wird nicht diskutiert“, sagte der Coach, der dagegen Hargreaves' Comeback im Bayern-Team herbeisehnt: „Owen hat uns in der Hinrunde sehr gefehlt.“

          Das Trainingslager begann jedoch mit einem Rückschlag für den 25-Jährigen. Das vor vier Monaten gebrochene Wadenbein bereitet weiterhin Probleme, wie eine Untersuchung vor der Abreise nach Dubai
          ergab. Der Einsatz des Mittelfeldspielers zum Rückrunden-Auftakt in drei Wochen bei Borussia Dortmund sei fraglich, so Hoeneß.

          Weiter Interesse am Franzosen Ribery

          Die Vertragsverhandlungen mit Stürmer Claudio Pizarro, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, werden im Scheichtum auch nicht neu aufgenommen. „In den nächsten zehn Tagen wird gar nichts passieren“,
          erklärte Hoeneß. Die Verpflichtung von Jan Schlaudraff von Alemannia Aachen habe allerdings keine Auswirkungen auf die Bemühungen um eine Weiterverpflichtung von Pizarro, sagte Hoeneß. Auch das Interesse am französischen Nationalspieler Franck Ribery ist durch den Schlaudraff-Transfer nicht erloschen.

          Dass Real Madrid den Mittelfeldspieler von Olympique Marseille verpflichten will, beunruhigt Hoeneß angeblich nicht: „Ich habe immer gesagt: Die Spieler, die wir wirklich haben wollen, die kriegen wir.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Warten auf Gäste: Türkische Taxifahrer an der syrisch-türkischen Grenze in Kilis im September 2019

          Flüchtlinge in der Türkei : Wer soll das bezahlen?

          Immer wieder weist der türkische Präsident Erdogan auf die hohen Ausgaben für die syrischen Flüchtlinge in seinem Land hin. Wie viel Geld steht der Türkei tatsächlich zur Verfügung?
          Von wegen sibirische Kälte: So weichen die mittleren Temperaturen im bisherigen Januar 2020 vom Mittelwert 1981 bis 2010 ab.

          Kalte Jahreszeit : Winterhitze

          Vergangene Woche war es zwar endlich etwas kälter, doch mit einem richtigen Winter wird es in diesem Jahr wohl nichts mehr.
          Sebastian Thrun

          Sebastian Thrun : Der Visionär verdient endlich Geld

          Sebastian Thrun ist Pionier des selbstfahrenden Autos und Gründer mehrerer Unternehmen. Jetzt verdient sein Start-up endlich Geld – aber anders, als er dachte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.