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Trainerstimmen : Meyer: „Wir werden ihn erschießen“

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Koller: „Ein absolutes Scheiß-Spiel” Bild: REUTERS

Thomas Doll war mit der Hamburger Nullnummer „überhaupt nicht zufrieden“, Michael Skibbe sprach nach dem ersten Leverkusener Auswärtssieg dagegen von einem „Schritt in die richtige Richtung“. Die Trainerstimmen zum Spieltag.

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          HSV-Trainer Thomas Doll war mit der Hamburger Nullnummer „überhaupt nicht zufrieden“, sein Leverkusener Kollege Michael Skibbe sprach nach dem ersten Auswärtssieg für Bayer dagegen von einem „Schritt in die richtige Richtung“. FAZ.NET präsentiert die Trainerstimmen zum 9. Bundesliga-Spieltag.

          Bayern München - Eintracht Frankfurt

          Felix Magath (Bayern München): Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen, haben dann aber in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Das Tor hat uns Sicherheit gegeben. Wir hätten aber höher als 2:0 führen müssen. Mich stört aber, daß wir nach der Gelb-Roten Karte gegen Frankfurt zu wenig gemacht haben. Da wollten wir das Spiel nur noch nach Hause bringen.

          Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): „Es war ein verdienter Erfolg der Bayern. Wir haben 20 Minuten ordentlich mitgespielt, hatten sogar die ein oder andere Torchance. Danach hat jedoch der FC Bayern das Spiel bestimmt. Nach dem Feldverweis war es noch schwerer. Wir haben es versucht, die Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft. Aber mehr war für uns nicht drin.

          Hamburger SV - Hannover 96

          Thomas Doll (Hamburger SV): Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit und dem Resultat. Wir haben in der ersten Hälfte viel zu wenig Ballzirkulation gehabt und mit zu vielen langen Bällen gespielt. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, was möglich ist. Leider ist es uns nicht gelungen, ein Tor zu machen. Wir sind jetzt alle sehr enttäuscht.

          Dieter Hecking (Hannover 96): Wir haben ein gutes Spiel gesehen, es haben nur die Tore gefehlt. Wir haben versucht, nach vorne zu spielen und uns nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Es gab zehn Minuten, in denen der HSV hätte in Führung gehen können, aber wir hatten das nötige Glück und einen Torwart, der auch mal einen Ball hält. Im letzten Drittel des Spiels hatten wir sogar die Möglichkeit, noch zu gewinnen.

          FSV Mainz 05 - Werder Bremen

          Jürgen Klopp (FSV Mainz 05): Der Einsatz war da. Wir haben uns bemüht, aber es hat hinten und vorne nicht gereicht. In der ersten Halbzeit haben wir gravierende Fehler bei allen drei Toren gemacht. Wir haben uns heute einfach beeindrucken lassen. Das habe ich hier in Mainz noch nie erlebt.

          Thomas Schaaf (Werder Bremen): Es zeigt die Klasse und Größe von Miroslav Klose, daß er nicht der eigensinnige Spieler ist, sondern im richtigen Moment das Richtige tut. Wenn ein anderer besser steht, dann legt er auf. Wir heben nicht ab, sondern wissen, daß wir noch eine lange Saison vor uns haben.

          Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen

          Jupp Heynckes (Borussia Mönchengladbach): Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns. Wir sind nie ins Spiel gekommen und standen zu weit von den Gegenspielern weg. Insgesamt war die ganze Mannschaft heute nicht voll da. Wenn man auf allen Positionen seine Leistung nicht abruft, kommt so ein Spiel zustande.

          Michael Skibbe (Bayer Leverkusen): Es war unser erster Auswärtssieg in der Saison, und den haben wir auch gebraucht in der Situation, in die wir uns in den letzten zwei, drei Wochen gebracht haben. Das war ein Schritt in die richtige Richtung, weil wir endlich einmal konstant defensiv gut gespielt haben. Fußballerisch und läuferisch hatten wir Gladbach gut im Griff, was nach den 120 Minuten im Pokal nicht selbstverständlich war.

          1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund

          Hans Meyer (1. FC Nürnberg): Wir haben uns in der ersten Halbzeit das Spiel aufdrücken lassen und die Dortmunder mit unserer Passivität stark gemacht. Ich muß meine Mannschaft loben: Wir sind in der zweiten Halbzeit zurückgekommen und haben ins Spiel gefunden. Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre der Sieg nicht unverdient gewesen. Aber wenn man alles zusammen nimmt, dann hat sich Dortmund schon das Unentschieden verdient. Wir werden jetzt herausfinden, wie das Ausgleichstor zu Stande gekommen ist. Wenn wir denjenigen rausfinden, der es verschuldet hat, werden wir ihn erschießen.

          Bert van Marwijk (Borussia Dortmund): In den ersten Minuten sind wir zu viel durcheinander gelaufen, danach haben wir das aber gut gelöst. Wir haben gut gestanden und viel besser gespielt als die letzten Spiele. Das war für mich ein gutes Signal. In der zweiten Halbzeit hätte Nürnberg nach dem Elfmeter höher führen können, aber wir haben anschließend mit mehr Risiko gespielt und dann auch hochverdient das 1:1 geschossen.

          Energie Cottbus - Hertha BSC Berlin

          Petrik Sander (Energie Cottbus): Wir sind gut ins Spiel gekommen. Das, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir gut umgesetzt, auch wenn wir zunächst die spielerische Überlegenheit von Hertha anerkennen mußten. Beim verschossenen Elfmeter hatte ich schon vorher auf der Bank ein schlechtes Gefühl gehabt. Danach hat uns Tomislav Piplica im Spiel gehalten. Sein gehaltener Schuß gegen Ellery Cairo war weltklasse. Über die Rote Karte gegen Herthas Okoronkwo habe ich mich gar nicht so sehr gefreut, weil die Spieler dann oftmals einen Schritt weniger tun. Aber wir haben das gut gelöst.

          Falko Götz (Hertha BSC Berlin): „Wir sind von Beginn an nicht ins Spiel gekommen und haben Cottbus zunehmend stark gemacht. Nach dem Rückstand haben wir sogar richtig schlecht gespielt. Wir fühlen uns vom Schiedsrichter aber auch klar benachteiligt. Die Elfmeter-Entscheidung hat er sehr leichtfertig getroffen. Ich habe mich aber noch mehr aufgeregt, als Yildiray Bastürk nach einem nicht gegebenen Foul ausgewechselt werden mußte. Ich bin schon etwas länger im Geschäft, aber vorher noch nie auf die Tribüne geschickt worden. Nach dem 0:1 haben wir mehr riskiert, da kann man dann durchaus in einen Konter laufen.

          VfL Bochum - VfL Wolfsburg

          Marcel Koller (VfL Bochum): Es war ein absolutes Scheiß-Spiel. Wir wußten, daß wir Druck machen mußten, weil Wolfsburg mit nur einem Stürmer auflief und die Räume eng sind. Doch wir waren zu weit hinten und nicht da, wo es weh tut, und wir waren zu langsam, um diesen Riegel zu knacken.

          Klaus Augenthaler (VfL Wolfsburg): Das Beste war der Schlußpfiff. Wir haben eigentlich ganz gut begonnen, und danach hatten wir plötzlich Fehlpässe, Ballverluste, und in der zweiten Hälfte haben wir nicht gemerkt, daß wir einen Mann mehr auf dem Feld hatten.

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