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Fußball : Lehmann darf wechseln

  • Aktualisiert am

Bald wieder beim BVB? Jens Lehmann (Bild aus dem Jahr 2003) Bild: ddp

Jens Lehmann steht vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. Arsenal-Trainer Arsene Wenger will sich nicht gegen einen Wechsel des deutschen Nationaltorwartes sperren. Beim BVB hätte Lehmann quasi eine Einsatzgarantie.

          Die Rückkehr von Nationaltorhüter Jens Lehmann in die Fußball-Bundesliga nimmt konkrete Formen an. Der bei seinem Club Arsenal London ins zweite Glied gerutschte Schlussmann erhielt von Trainer Arsene Wenger die Freigabe und könnte schon in den nächsten Tagen zu seinem früheren Verein Borussia Dortmund zurückkehren.

          Die Westfalen haben derzeit das größte Interesse an einer Verpflichtung Lehmanns und sollen nach übereinstimmenden Medienberichten zu Verhandlungen in London gewesen sein. Bestätigen wollte dies keiner der BVB-Verantwortlichen, die das „Thema Lehmann“ zur geheimen Kommandosache erklärt haben.

          Rund eine Million Euro für die Rückrunde

          Auch Wenger erklärte, dass es noch keinen Kontakt mit dem Bundesligaclub gegeben habe. Zuvor signalisierte der Arsenal-Coach Grünes Licht für einen Wechsel seines Torhüters. „Ich würde ihn nicht gerne verlieren, aber ich möchte ihn auch nicht aus dem Team herausnehmen und dann der Grund dafür sein, dass er bei der Europameisterschaft nicht spielt. Wenn er zu mir kommt und mir sagt, dass er nur dann eine Chance hat, bei der EM zu spielen, wenn er zu einem anderen Club geht, werde ich versuchen, ihm zu helfen“, sagte Wenger. Bei Arsenal hat Lehmann, der seit 2003 in London unter Vertrag steht, seinen Stammplatz in dieser Saison an den Spanier Manuel Almunia verloren.

          In Dortmund hätte Lehmann nach der Verletzung von Roman Weidenfeller, der wegen einer Schulterverletzung etwa drei Monate ausfällt, quasi eine Einsatzgarantie. Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ hat der BVB seinem früheren Torhüter rund eine Million Euro netto für die Rückrunde geboten. Auf der Insel soll Lehmann in dem Zeitraum 1,6 Millionen Euro verdienen können, müsste aber mit einem Platz auf der Reservebank rechnen. Der Nationaltorhüter, der zwischen 1999 und 2003 bereits 129 Bundesligaspiele für die Dortmunder bestritt, soll sich Bedenkzeit erbeten haben.

          „Für beide Seiten ein Glücksfall“

          DFB-Sportdirektor Matthias Sammer würde die Rückkehr des Keepers zum BVB begrüßen. „Ein Wechsel von Jens Lehmann nach Dortmund wäre für beide Seiten ein Glücksfall. Dortmund bekäme einen Klasse-Torwart und Jens würde genügend Spielpraxis für die EM gewinnen“, sagte der frühere BVB-Coach und -Profi Sammer.

          Kein Thema mehr für die Dortmunder ist eine Verpflichtung von Rechtsverteidiger Andreas Hinkel vom FC Sevilla. „Wir nehmen Abstand von dem Thema Hinkel“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc den „Ruhr Nachrichten“. Der frühere Stuttgarter Hinkel hatte parallel Verhandlungen mit Celtic Glasgow geführt.

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