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Trainer von Mainz 05 : Bo Svensson sorgt für ein Novum

  • Aktualisiert am

„Für was?“ Bo Svensson kann seine Sperre nicht fassen. Bild: dpa

Sein Team gewinnt, dennoch ist der Coach ein Verlierer. Auch wenn er seine Unschuld beteuert: Svensson ist der erste Bundesliga-Trainer, der eine Gelbsperre aussitzen muss.

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          Bo Svensson blickte entgeistert nach oben. Als ihm Schiedsrichter Frank Willenborg kurz vor Spielende die Gelbe Karte entgegenstreckte, verstand der Trainer des FSV Mainz 05 die Welt nicht mehr. „Für was?", fragte der Däne irritiert und beteuerte nach dem 1:0 (0:0) gegen den VfL Bochum seine Unschuld: „Es gab ein Missverständnis.“ Jedoch eines mit Folgen. 

          Denn für Svensson war es bereits die vierte Verwarnung in dieser Saison. Damit ist er der erste Bundesliga-Trainer mit einer Gelbsperre seit Einführung dieser Möglichkeit 2019/20, das kommende Ligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) bei der SpVgg Greuther Fürth wird er deshalb verpassen. In der 2. Liga war es bereits zu Gelbsperren gegen Trainer gekommen. 

          „Das liegt in meiner Verantwortung, das ist nicht so optimal, das ist klar. Ich habe mir nicht so viele Gedanken gemacht“, sagte Svensson, merkte allerdings auch an, dass die Gelbe Karte „ein wenig komisch entstanden“ sei: „Es ist schade, aber die Freude über den Sieg überwiegt.“

          Auswirkungen auf die Partie in Fürth soll die Sperre ohnehin nicht haben. „Da direkt Gelb zu geben, fand ich unnötig. Es ist natürlich ärgerlich“, sagte FSV-Torhüter Robin Zentner. Die Mannschaft wisse aber dennoch, was der Trainer erwarte „und was wir auf dem Platz liefern müssen“. Co-Trainer Babak Keyhanfar übernimmt die Verantwortung im nächsten Ligaspiel.

          Immerhin: Im Mannschaftskreis kommt Svensson wohl ungeschoren davon. Nach der Frage, ob für dieses Vergehen eine Strafe für die Teamkasse vorgesehen sei, lachte Zentner und machte deutlich: „Nein!"

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