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Trainer-Wechsel in Bundesliga : Rose ist ein echter Gladbacher Coup

  • -Aktualisiert am

Marco Rose wird in diesem Sommer neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach. Bild: dpa

Die Borussia und ihr Sportdirektor Max Eberl haben komplizierte Wochen hinter sich. Nun aber gibt es eine Erfolgsmeldung: Marco Rose wird neuer Trainer. Die Hoffnung, die die Gladbacher in ihn setzen, sind groß.

          Komplizierte Wochen liegen hinter Max Eberl, der einen erschreckenden Absturz seines Klubs in der Bundesligatabelle erlebte, der die Niederlage im Bemühen um eine Vertragsverlängerung mit dem Stürmer Thorgan Hazard zu verdauen hatte und der dem Trainer Dieter Hecking dessen Entlassung am Saisonende erklären musste.

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          Die Erfolgsmeldung, die der Klub am Dienstagmittag gleichzeitig mit einer Pressekonferenz in Salzburg bekanntmachte, dürfte den Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach aber ein bisschen trösten: Der von diversen Bundesligaklubs umworbene Trainer Marco Rose macht von seiner Ausstiegsklausel bei RB Salzburg Gebrauch und wechselt zur neuen Saison mit seinen drei Assistenten René Maric, Alexander Zickler und Patrick Eibenberger an den Niederrhein.

          Das ist ein echter Coup für die Gladbacher und macht ein Qualitätsmerkmal dieses Standortes sichtbar, an dem Eberl seit seinem Dienstantritt vor gut zehn Jahren kontinuierlich arbeitet. Mönchengladbach hat sich einen Ruf als vorteilhafte Station für Trainer erworben. Die Trennung von Hecking ist die dritte Entlassung, die der Sportdirektor veranlasst hat, aber niemand ging im Streit. „Ich habe viele Gespräche mit Max Eberl, aber auch mit dem Präsidenten und mit Hans Meyer geführt und so ein Gespür für die Situation bekommen“, sagte Rose am Mittag in Salzburg. „Für mich ist es wichtig, dass es ein Verein ist, wo ich mit meinem System etwas bewirken kann.“ Die Trainerlegende Meyer ist Vizepräsident bei der Borussia, ebenso der ehemalige Weltklassespieler und Toptrainer Rainer Bonhof – in Gladbach wird immer gerne erzählt, dass der konstruktive und kenntnisreiche Einfluss dieser beiden Experten viel zur Arbeitszufriedenheit des jeweiligen Chefcoaches beiträgt.

          Gewiss zählte diese Konstellation zu den Argumenten in Roses persönlicher Karriereplanung. Auch der traditionsreiche FC Schalke und der wohlhabende VfL Wolfsburg sollen um ihn geworben haben, doch der 42 Jahre alte Fußballlehrer, der in der DDR aufwuchs, glaubt, seine Ambitionen am besten in Mönchengladbach verwirklichen zu können. „Es war eine schwierige Entscheidung, aber ich habe sie in voller Überzeugung getroffen“, sagte Rose, der bis 2017 als Jugendtrainer in der Salzburger Akademie arbeitete, wo er vor seinem Wechsel zu den Profis mit der dortigen U 19 die prestigeträchtige Youth League gewann.

          Rose wird oft als Schüler von Jürgen Klopp beschrieben, unter dem er in Mainz als Spieler aktiv war, und mit Thomas Tuchel arbeitete er für kurze Zeit als Assistenztrainer bei den Rheinhessen zusammen. Vor allem aber steht er für ein klares fußballerisches Konzept. Die Philosophie der Klubs aus dem Red-Bull-Imperium ist ja bekannt und wird in der Bundesliga bei RB Leipzig genauso beherzigt wie beim österreichischen Serienmeister aus Salzburg: Ballbesitz ist nur zweitrangig, es geht um Balleroberungen und um ein schnelles Vertikalspiel vor das gegnerische Tor in wechselnden Systemen. Mit diesem Konzept warfen Roses Salzburger im Vorjahr Borussia Dortmund aus der Europa League und stießen bis ins Halbfinale vor. Die Sehnsucht nach genau solchen Erfolgen und einem flexibleren Fußball ist allgegenwärtig in Mönchengladbach.

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