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Thomas Müller zu Olympia? : „Da muss Stefan Kuntz sich konkrete Gedanken machen“

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Gemeinsam in Japan? Thomas Müller und seine Frau Lisa, hier im November in Stuttgart Bild: dpa

Gibt Thomas Müller ein Comeback im DFB-Trikot bei den Olympischen Spielen? Für den Weltmeister von 2014 ist es jedenfalls „eine coole Spinnerei“. Der Direktor der Nationalmannschaft erkennt einen möglichen Vorteil.

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          DFB-Direktor Oliver Bierhoff und U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz haben auf die Spekulationen um einen möglichen Olympia-Einsatz von 2014er-Weltmeister Thomas Müller reagiert. „Thomas Müller ist nicht nur in Deutschland, sondern in der Welt ein Name und ist natürlich immer wieder für Aufmerksamkeit da. Aber es sind immer viele andere Komponenten, die entscheidend sind. Wie ist die Mannschaftskonstellation? Welche Positionen braucht man? Wie ist die Bereitschaft da? Welche Rolle soll jemand ausüben? Und da muss Stefan Kuntz sich mit seinem Trainerstab konkrete Gedanken machen und auch für die Mannschaft das Maximum aussuchen“, sagte Bierhoff beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga am Dienstag in Offenbach.

          Kuntz wollte sich indes an den Spekulationen nicht beteiligen. „Fakt ist, dass ich die vergangenen Tage für viele Gespräche mit Vereinen genutzt habe. Bis zu den Olympischen Spielen ist noch fast ein halbes Jahr Zeit“, sagte der Europameister von 1996 der Zeitung „Die Welt“.

          Gemeinsam mit seiner Frau?

          Müller hatte zuvor zu der Idee bei Sport1 gesagt: „Das ist eine coole Spinnerei, aber sowohl für mich als auch für meine Frau hat das in 2020 nicht die oberste Priorität. Ich habe in den nächsten fünf Monaten erst mal sehr große Ziele mit dem FC Bayern.“ Müllers Ehefrau Lisa Müller könnte sich als Dressurreiterin für die Spiele in Tokio qualifizieren. Wenn man ganz viel träumen möge, „wäre das natürlich schon eine coole Sache“, hatte Müller auch gesagt.

          Der ehemalige Weltmeister war im März 2019 nach 100 Länderspielen wie auch seine Kollegen Mats Hummels und Jérôme Boateng von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr für die A-Auswahl berücksichtigt worden. Für Olympia vom 24. Juli bis 8. August kann Trainer Kuntz drei Spieler berufen, die vor dem 1. Januar 1997 geboren sind. Bierhoff sieht die Entscheidungshoheit ganz beim Olympia-Coach.

          „Natürlich ist es interessant, ältere Spieler mitzunehmen unter verschiedenen Aspekten, natürlich der sportlichen Qualität, aber auch der Erfahrung und Persönlichkeit. Da habe ich Stefan Kuntz auch gesagt, da kann er mal aus den Vollen schöpfen, und dazu gehört natürlich auch Thomas Müller. Aber das ist noch weit hin. Man sollte keinen Spieler ausschließen, genau wie andere ehemalige Nationalspieler“, sagte der DFB-Direktor.

          Angesprochen auf die Liste mit den Namen der Fußballer, die an diesem Mittwoch bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada eingereicht werden muss, verriet Kuntz erwartungsgemäß keine Kandidaten. „Das bringt nichts“, sagte er.

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