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Müller vs. San Marino : Endlich wieder Bundesliga!

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Hallo, Bundesliga! Für Thomas Müller und Co. steht am Samstag das Topspiel zwischen den Bayern und dem BVB an Bild: dpa

Nach der Woche beim DFB kann vor allem Thomas Müller das Topspiel zwischen Dortmund und Bayern kaum erwarten. Vorher muss der Nationalspieler aber noch etwas Wichtiges klarstellen – und spricht abermals über San Marino.

          Bei Thomas Müller steigt schon wieder die Vorfreude: Nach der Woche bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat der Offensivspieler des FC Bayern München große Lust auf den Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund an diesem Samstag (18.30 Uhr / live auf Sky und im Bundesligaticker auf FAZ.NET). „Es freut sich nicht nur der Fußballfan auf das Spiel, sondern auch der Spieler. In Dortmund zu spielen, ist das schönste Spiel, das es in der Bundesliga gibt. Weil es da am schwierigsten ist zu gewinnen“, sagte Müller nach dem 0:0 im Testländerspiel der DFB-Elf gegen Italien.

          Der Tabellenführer aus München tritt beim BVB zum Topspiel im 80.000 Zuschauer fassenden Westfalenstadion an. Zwar seien die Heimspiele in der Allianz Arena auch schön, sagt Müller, aber: „Das ist die größte Herausforderung.“ Auf die Frage, ob er den derzeitigen Tabellenfünften Dortmund weiterhin als größten Konkurrenten betrachte – auch im Vergleich zum Überraschungszweiten RB Leipzig – antwortete Müller: „Am Samstag auf jeden Fall.“ Er erwarte einen „heißen Tanz“.

          „Habe beide Seiten beleuchtet“

          Dabei konnte auch die von einem ehemaligen Funktionär aus San Marino über Facebook geäußerte Kritik an Müllers guter Stimmung nichts ändern. Den Vorwurf des überheblichen Verhaltens wies er vehement zurück. „Ich habe die Aussage in einem ruhigen Ton getroffen. Es wurde auch nur eine Überschrift verfasst mit einem Wortfetzen aus der ganzen Geschichte. Wer das Interview live sieht, sieht, dass ich beide Seiten beleuchtet habe, dass ich auch Verständnis hatte für die San-Marinesen“,

          Müller hatte nach dem 8:0 am vergangenen Freitag gesagt, die Partie gegen den 201. der Weltrangliste habe nichts mit Profifußball zu tun gehabt. Daraufhin ging ihn der ehemalige Sprecher des Verbandes aus San Marino massiv an. In zehn Punkten kritisierte Alan Gasperoni den Bayern-Profi teilweise persönlich und bediente anti-deutsche Klischees. Mittlerweile machte Gasperoni aber deutlich, dass es sich dabei um eine private Mitteilung gehandelt und er die öffentliche Wirkung unterschätzt habe.

          In der Bundesliga wollen unterdessen jedoch die Bosse der beiden größten deutschen Fußballklubs öffentlichen Streit abseits des Platzes künftig vermeiden. „Wir haben eine zu große Verantwortung für den deutschen Fußball, als dass wir uns permanent auch außerhalb des Rasens bekämpfen sollten“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der „Sport Bild“. In der Vergangenheit hatten sich die Spitzen beider Klubs mehrfach auch über die Öffentlichkeit gestritten.

          Vor allem wegen der Wechsel von Mario Götze und Robert Lewandowski von Dortmund nach München hatte es heftige Verstimmungen zwischen beiden Vereinen gegeben. Dies wolle man in Zukunft vermeiden, versicherte auch Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „So wie Hans-Joachim Watzke und ich das derzeit handhaben, ist es für den deutschen Fußball fruchtbar und gut“, sagte Rummenigge.

          Rummenigge hatte sich zuletzt über die abermalige Abstellung der Bayern-Spieler für die Nationalmannschaft beschwert. Gerade vor so einem wichtigen Ligaspiel sei es nicht korrekt, die Spieler mit Testländerspielen (gegen Italien) oder Partien gegen stark unterlegene Gegner (wie San Marino) noch weiter zu belasten. Bundestrainer Löw hatte darauf mit Einsicht reagiert und die Münchner Stars ebenso wie die BVB-Profis gegen Italien nicht durchspielen lassen.

          Doch auch die übrigen Ligaspiele haben es in sich: So erwartet Leverkusen zum Auftakt des 11. Spieltags schon am Freitagabend den Aufsteiger aus Leipzig. Zudem steigt am Samstag das Duell der Abstiegskandidaten aus Darmstadt und Ingolstadt und am Sonntag versucht der Hamburger SV sich beim Gastspiel in Hoffenheim aus der tiefen Krise zu befreien (alle Spiele live im Bundesligaticker auf FAZ.NET).

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