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Thomas Hitzlsperger im Interview : „Wir leben in Extremen“

  • -Aktualisiert am

Tritt vorerst zurück aus der ersten Reihe: Thomas Hitzlsperger, noch aktiv als Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart Bild: dpa

Thomas Hitzlsperger spricht im Interview über die eindimensionale Debatte über Homosexualität im Fußball, grenzwertige Anfeindungen in Stuttgart und seine Definition eines modernen Chefs.

          6 Min.

          Herr Hitzlsperger, sind Sie ein Karrieremensch?

          Jan Ehrhardt
          Sportredakteur.

          Ich bin ambitioniert. Ich bin auf jeden Fall jemand, der nicht nur mitlaufen und beobachten will. Ich will mich entwickeln und meine Erfahrung einbringen. Ich stehe für Mut. Und ich habe nicht zuletzt beim VfB mutige Entscheidungen getroffen.

          Sie haben Ihren im Herbst 2022 auslaufenden Vertrag als Vorstandsvorsitzender des VfB nicht verlängert. Es liegen turbulente Zeiten hinter Ihnen ...

          Die Anfeindungen rund um den Jahreswechsel 2020/21 waren sicher kein Vergnügen. Ich will nicht alles im Detail beschreiben, aber es gab ein paar Monate, die waren extrem heftig. Das hätte ich nicht für möglich gehalten, nach allem, was ich bisher in meinem Leben gemacht und erlebt habe. Klar, wenn man mal schlecht Fußball spielt, wird man kritisiert. Aber kurze Zeit später geht es ja wieder weiter. So anhaltend, so heftig und so persönlich angegriffen zu werden war schon grenzwertig.

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