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3:1 gegen Fortuna Düsseldorf : Terodde schießt Schalke zum ersten Heimsieg

  • Aktualisiert am

In einer großen Jubeltraube feiern Schalker Spieler, Betreuer und Verantwortliche Simon Teroddes Treffer zum 3:1 – der Entscheidung. Bild: dpa

Auf Simon Terodde ist Verlass. Der Torjäger macht beim 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf seine Saisontore fünf und sechs – sein Trainer Dimitrios Grammozis dürfte nach dem ersten Heimsieg etwas mehr Ruhe haben.

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          Dimitrios Grammozis kann vorerst aufatmen. Nach dem ersten Heimsieg der Saison geht der Chefcoach des FC Schalke 04 etwas entspannter in die anstehende Länderspielpause. Bedanken kann sich der zuvor kritisierte Grammozis bei seinen starken Stürmern Marius Bülter und Simon Terodde, die den 3:1 (1:1)-Sieg im West-Schlager gegen Fortuna Düsseldorf herausschossen.

          2. Bundesliga

          In einem rasanten Zweitliga-Spiel mit allerdings teils haarsträubenden Abwehrpatzern hatte Shinta Appelkamp (12. Minute) die Fortuna zwar in Führung geschossen. Doch Bülter (15.) und Terodde (46.) drehten das Spiel vor 25.000 Zuschauern in der unter Corona-Bedingungen ausverkauften Arena auf Schalke. Kurz vor dem Ende erhöhte Terodde mit seinem bereits sechsten Saisontreffer gar auf 3:1, was angesichts der schwachen zweiten Halbzeit für Schalke allerdings etwas glücklich war.

          Durch den erlösenden Sieg machte der Bundesliga-Absteiger in der Tabelle einen Sprung nach oben und hat mit nun sieben Punkten aus fünf Spielen Anschluss an das obere Drittel. Die Fortuna mit ihrem neuen Trainer Christian Preußer hingegen steckt mit weiter nur enttäuschenden vier Punkten früh im Tabellenkeller fest. Bei den verunsicherten Schalkern, bei denen es nach dem herben 1:4 bei Jahn Regensburg schon wieder große Unruhe gegeben hatte, konnten die lange biederen Fortunen die Führung nicht nutzen. Nach dem Rückstand zu Beginn des zweiten Durchgangs wachten die Gäste erst spät auf.

          Terodde, der Erlöser

          Die Verunsicherung des verkorksten Saisonstarts war beiden Teams zu Beginn anzumerken. Bemüht, aber mit deutlichen Abstimmungsproblemen begannen Schalke und die Fortuna, die Defensivreihen sahen schlecht aus. Bei der Führung der Gäste patzte der gebürtige Düsseldorfer Malick Thiaw im Aufbau und Ko Itakura stand bei seinem Startelf-Debüt völlig falsch, U21-Nationalspieler Appelkamp hatte leichtes Spiel.

          Eine Slapstick-Einlage im Düsseldorfer Mittelfeld brachte Schalke kurz darauf wieder zurück. Edgar Prib und Christoph Klarer waren sich in einer eigentlich harmlosen Situation nicht einig und Schalkes Torjäger Terodde der Nutznießer. Terodde spielte Bülter frei, der Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier keine Chance ließ.

          Fortan spielte beide Teams mutig nach vorne, die besseren Chancen hatten aber die Gastgeber, die erst nach dem Wechsel belohnt wurden. Wieder sah die Fortuna-Abwehr bei Teroddes Abstauber schlecht aus. Erst jetzt machte die Fortuna richtig Druck und erspielte sich nun gute Chancen. Die meisten machte Schalkes Keeper Ralf Fährmann zunichte. Von Schalke kam bis zur erlösenden Entscheidung kurz vor dem Ende kaum noch etwas. Entsprechend entfesselt wurde das 3:1 und der Schlusspfiff bejubelt.

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