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Alleskönner gesucht : Wer wird neuer Bayern-Trainer?

Hansi Flick übernimmt beim FC Bayern – vorerst. Bild: dpa

Kaum ist Niko Kovac bei den Münchenern passé, machen bereits wildeste Spekulationen über seinen Nachfolger die Runde. Einige davon entstammen dem Reich der Phantasie, andere jedoch sind durchaus denkbar. Eine Einschätzung.

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          Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren ist in der Bundesliga bis Anfang November kein Trainer entlassen worden. Nun ist es ausgerechnet der Serienmeister Bayern München, der als erster gezuckt hat. Das war nicht mal vor zwei Jahren so, als man Carlo Ancelotti Ende September abservierte – in Wolfsburg war man noch schneller gewesen. Ein Trainerwechsel im Herbst ist das Gegenteil weitsichtiger Planung. Man braucht auf die Schnelle einen Ersatz, der möglichst alles beherrscht: innovativen Fußball, Umgang mit Stars, mit Medien, mit Chefs, am besten auch noch Deutschkenntnisse – und trotzdem gerade keinen Job hat. Wer das sein könnte?

          Mourinho, Wenger, Allegri?

          Jupp Heynckes jedenfalls nicht. Er hat jeden Kontakt zum Fußballgeschäft abgebrochen und ausgeschlossen, nochmals auszuhelfen wie damals nach Ancelotti. Königslösungen wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel sind erstklassig beschäftigt und außer Reichweite. Zwar gibt es andere mit großen Namen in Europa, die frei sind. Aber Massimiliano Allegri, an dem die Bayern schon im Sommer Interesse zeigten, macht nach fünf Meisterschaften mit Juventus ein Sabbatjahr und spricht kein Deutsch. Und José Mourinho lernt seit dem Aus bei Manchester United zwar Deutsch, die einzige Sprache einer europäischen Spitzenliga, die ihm noch fehlt. Doch steht der Portugiese für eher negativen Fußball.

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