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SV Wehen Wiesbaden : Ausrutscher sind jetzt nicht mehr erlaubt

  • -Aktualisiert am

Dem SV Wehen Wiesbaden mit Sascha Mockenhaupt (rechts) steht ein schwere Spiel in Hamburg bevor. Bild: dpa

Der SV Wehen Wiesbaden gehört in der zweiten Bundesliga nach zwei Niederlagen wieder zum Kreis der besonders gefährdeten Teams. Nun geht es zum HSV. Und personell gibt es einige Probleme derzeit.

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          „Wir müssen liefern und punkten“ – das war am Freitag die Kernaussage des Wiesbadener Fußballtrainers Rüdiger Rehm. Nach dem 0:1 im Kellerduell gegen Sandhausen ist der Aufsteiger im Abstiegskampf der zweiten Liga stark unter Zugzwang geraten. Ausrutscher sind nicht mehr erlaubt, denn zwei Niederlagen hintereinander haben dafür gesorgt, dass die Hessen als Tabellenvorletzter im Kreis der besonders gefährdeten Teams wieder ins Hintertreffen geraten sind.

          2. Bundesliga

          Aber abschreiben sollte die Konkurrenz die Wiesbadener nicht – auch das war eine wichtige Botschaft von Rehm zwei Tage vor dem Auswärtsspiel gegen den Aufstiegskandidaten Hamburger SV an diesem Sonntag (13.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sky). Der 41-Jährige sagte: „Wir haben in den vergangen drei Jahren bewiesen, dass wir doch immer wieder aufstehen können. Wir haben gezeigt, dass wir aus Situationen herauskommen, in denen keiner mit uns rechnet.“

          Im Rundenendspurt der Vorsaison rappelten sich die Wiesbadener nach diversen Rückschlägen in gewohnter Manier auf und stiegen doch noch über die Relegation gegen Ingolstadt auf. Jetzt soll im Stil eines Stehaufmännchens der nächste Kraftakt aus der Außenseiterrolle heraus erfolgen. Der Nichtabstieg würde aufs Neue beweisen, dass es zur Kernkompetenz der Wiesbadener gehört, mit Vorliebe Widerstände zu überwinden.

          Angeschlagen ist aktuell auch der HSV nach dem 2:3 am Donnerstag in Stuttgart, weil er in der zweiten Halbzeit noch eine 2:0-Führung verspielt hat. Dieses Spiel habe „gezeigt, dass die ganz große Stabilität im Moment nicht in der HSV-Mannschaft drin ist“, sagte Rehm im Hinblick auf den „Nackenschlag“ für die Hamburger. „Diese Chance wollen wir nutzen. Ich weiß, dass der HSV viele Körner gebraucht hat und viele Meter machen musste.“

          Die Wiesbadener werden das aber nur tun können, wenn sie ihrerseits wieder mehr Durchschlagskraft und Behauptungswillen auf dem Platz entwickeln. „Läuferisch, kämpferisch und spielerisch müssen hundert Prozent erreicht werden“, fordert Rehm. „Wenn du das nicht schaffst, hast du in dieser Liga nichts verloren.“ Die Selbstkritik seiner Spieler nach dem Sandhausen-Spiel hat er wohlwollend zur Kenntnis genommen.

          Doch an die erwartete Reaktion müssten sich jetzt die nötigen Erfolgserlebnisse anschließen. Zupacken statt wegducken sei gefragt: „Wir müssen alle an die Paddel gehen und es gemeinsam durchrudern.“ Rehm ist fest davon überzeugt, dass der Zusammenhalt der Mannschaft weiter Bestand hat. „Den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen – diesen Spirit hatten wir schon immer. Wir dürfen uns nicht auseinanderreißen lassen, sondern müssen den Teamgeist beschwören.“

          Personell wird dieser gerade besonders hart auf die Probe gestellt. Im Augenblick ist Rehm gezwungen, die Mannschaft jedes Mal neu aufzustellen. In Hamburg werden Maximilian Dittgen (fünfte Gelbe Karte) und Tobias Schwede (Gelb-Rot-Sperre) nicht zum Wiesbadener Kollektiv zählen. Damit wird die linke Seite nicht mit den aktuellen Stammspielern besetzt sein. Davor gegen Sandhausen (0:1) fehlte dem Trainer der Topvorlagengeber Stefan Aigner (fünfte Gelbe Karte).

          Hinzu kam der verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Sebastian Mrowca – so fand der Personalaustausch notgedrungen auf der rechten Seite statt. Nicht zu vergessen, dass Rehm in Heidenheim (0:1) nicht auf seine ebenfalls gelbgesperrten Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt und Benedikt Röcker zurückgreifen konnte. Dem Trainer wird derzeit bei der Aufstellung eine Menge Kreativität und Flexibilität abverlangt. „Ich hoffe, dass dieses Thema irgendwann mal durch ist“, sagte Rehm.

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