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Zweite Bundesliga : Die Spätstarter von Darmstadt 98

  • -Aktualisiert am

Mathias Honsak erzielte den entscheidenden Darmstädter Treffer in Hannover. Bild: dpa

Der 2:1-Auswärtssieg bei Hannover 96 beweist einmal mehr die Stärke von Darmstadt 98 in der zweiten Hälfte einer Saison. Für den Aufstiegskampf fehlt es hingegen an Konstanz.

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          Die beste Rückrundenmannschaft in der Zweiten Fußball-Bundesliga sind sie nicht. Doch der formstarke SV Darmstadt 98 ist nach dem 2:1-Erfolg in Hannover Dritter in dieser Statistik – mit vier Punkten Rückstand auf den Führenden Greuther Fürth. Mit zwei Siegen gegen Heidenheim und Holstein Kiel zum Abschluss dieser Spielzeit könnten sich die „Lilien“, die am Samstag den 24 Jahre alten Torhüter Morten Behrens vom Drittliga-Klub 1. FC Magdeburg für drei Jahre verpflichteten, wohl in den Top drei halten.

          2. Bundesliga

          In den vergangenen fünf Partien hat die Mannschaft von Trainer Markus Anfang, die in der Gesamttabelle Neunter ist, mit vier Erfolgen und einem Remis gegen Fürth 13 Punkte gesammelt. Selbst der Aufstiegsanwärter VfL Bochum musste sich am vorvergangenen Spieltag 1:3 geschlagen geben. „Jetzt haben wir insgesamt 20 Punkte aus neun Spielen geholt. Das ist ein super Schnitt“, sagte Anfang am Freitagabend in Hannover.

          Schon in der zurückliegenden Spielzeit schlossen sie unter Anfangs Vorgänger Dimitrios Grammozis die zweite Saisonhälfte auf Platz zwei ab – direkt hinter Aufsteiger Arminia Bielefeld. Im Gesamtklassement wurde Darmstadt damals Fünfter mit 52 Punkten. Diesmal können die Darmstädter bestenfalls auf 51 Punkte kommen. Wären sie auf hohem Niveau über die gesamte Runde gesehen konstanter in ihrem Leistungsvermögen, dürften sich die Südhessen in den Kreis der Aufstiegsanwärter in die Erste Bundesliga einreihen.

          „Wir haben Punkte abgeschenkt“

          So kommen sie im Saisonendspurt wenigstens nicht mehr in Abstiegsnot. Die Hinrunde beendeten die Darmstädter noch auf dem 14. Platz. Auf den Relegationsrang 16 hatten sie lediglich drei Punkte Vorsprung. Heute sind es 15. In den ersten 17 Saisonspielen erzielte der SVD 27 Treffer bei 32 Gegentoren. Zwei Spieltage vor dem Saisonende stehen in der Rückrunde jetzt 28 Tore bei nur 20 Gegentreffern zu Buche. Beim Toreverhindern haben die verteidigungsstärkeren „Lilien“ deutlich zugelegt.

          „Wir waren mit der Hinrunde sehr unzufrieden und haben viele Punkte abgeschenkt.“ Die zurückliegenden Wochen seien nun „wirklich positiv“ gewesen, sagte der defensive Mittelfeldspieler Nicolai Rapp. „Oft ist es so, dass eine Mannschaft nach einigen Erfolgserlebnissen in einen Lauf kommt – und das ist bei uns aktuell der Fall.“

          Besonders gut läuft es für die „Lilien“ in den Auswärtsspielen. Hier sind sie die sechststärkste Mannschaft in der Liga mit 24 geholten Punkten. Im eigenen Stadion hingegen sind es nur 21, was Platz 13 in der Heimtabelle bedeutet. In der Fremde haben die Darmstädter mit 31 Toren sieben Treffer mehr erzielt. In Hannover konnte sie auch der 0:1-Rückstand durch den Treffer von Marvin Ducksch in der 50. Minute nicht beeindrucken. Marvin Mehlem glich fünf Minuten später zum 1:1 aus, bevor Mathias Honsak den 2:1-Siegtreffer (68. Minute) für die „Lilien“ folgen ließ.

          In Feierlaune war der Österreicher in diesem Moment trotzdem nicht, lag er doch mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. In der 65. Minute hätten bei ihm „beide Waden zugemacht, ich habe Krämpfe bekommen und draußen noch mal Magnesium bekommen. Der Trainer meinte, ich soll noch fünf Minuten durchhalten und alles raushauen. Das Tor war dann eine Punktlandung“, berichtete Honsak hinterher. Die Darmstädter konnten damit wie im Heimspiel gegen Bochum das Spiel noch drehen. „Wir sind jetzt voll mit Selbstvertrauen“, sagte Rapp. Die Rückrunde hat die Darmstädter wieder zu Siegertypen gemacht.

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