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Zweite Bundesliga : Darmstädter Déjà-vu gegen Düsseldorf

  • -Aktualisiert am

Patric Pfeiffer (rechts) und die Darmstädter unterlagen Düsseldorf. Bild: dpa

Nach davor sieben geholten Punkten aus drei Spielen ist das 1:2 gegen die Fortuna für die „Lilien“ ein Rückfall in alte Zeiten. Dennoch gibt es vor der Partie beim HSV forsche Darmstädter Töne.

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          Am 28. Spieltag der zweiten Liga wollen die Darmstädter nachholen, was sie am Ostersonntag beim 1:2 zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf auf klägliche Art verpasst haben. Da spielt es für die Verlierer auch keine Rolle, dass es an diesem Freitag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sky) zum Tabellenzweiten Hamburger SV geht, der hinter Bochum die zweitbeste Heimmannschaft ist.

          2. Bundesliga

          „Wir fahren dorthin, um das Spiel zu gewinnen“, gab Immanuel Höhn keck die Marschrichtung vor. Als Fußballverteidiger steht er „nur“ in Diensten des aktuellen Tabellenzwölften. Einer Mannschaft, die schon das Hinspiel gegen Düsseldorf 2:3 verloren hatte. Was in der Gesamtbetrachtung Demut bei Kapitän Fabian Holland hervorrief, der sagte: „Deshalb können wir jetzt natürlich keine große Klappe haben.“

          Dafür spricht auch, dass die „Lilien“ abermals bewiesen, nicht aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Denn im ersten Aufeinandertreffen mit der Fortuna hatte es der SVD schon versäumt, „den Sack zuzumachen“ (Trainer Markus Anfang). Das Darmstädter Déjà-vu zu Ostern brachte Höhn deshalb so auf den Punkt: „Leider war es heute wieder so, wie in vielen Phasen dieser Saison: Guter Fußball, viele Chancen, aber keine Punkte.“ Unter dem Strich steht damit der Abstiegskampf für die „Lilien“, die sechs Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz 16 haben.

          Schuld haben die „Lilien“ selbst

          In ihre Ergebnisbilanz würden die Darmstädter gerne mehr Abwechslung mit Erfolgen bringen, um sich viel Ärger zu ersparen. Zu ihrem Leidwesen bleiben sie in dieser Runde aber ihrer unvorteilhaften Linie treu. Aufwand und Ertrag stehen in ihren Augen in krassem Missverhältnis. Nur: Die Schuld müssen die „Lilien“ bei sich suchen. Theoretisch wissen sie zwar, was zu tun ist. In der Praxis scheitert es bei ihnen jedoch immer wieder an der Umsetzung.

          Unmittelbar vor dem 1:2 (62. Minute) durch den Düsseldorfer Dawid Kownacki hätte Tim Skarke die Darmstädter mit einer „hundertprozentigen Torchance“ (Anfang) in Führung bringen können. Schon das 0:1 (20.) von Luka Krajnc hatte bis dahin nicht den Spielanteilen entsprochen. „Düsseldorf macht aus anderthalb Torchancen zwei Tore“, empörte sich Anfang. Mit der Effizienz des Gegners konnten die „Lilien“ nicht mithalten, für die nur Torjäger Serdar Dursun per Foulelfmeter zum 1:1 (37.) erfolgreich war.

          Davor war der Stürmer, der seine persönliche Erfolgsbilanz auf 16 Saisontreffer in 26 Spielen ausbaute, von Fortuna-Torhüter Florian Kastenmeier zu Fall gebracht worden. Womöglich sind er und Dursun in der neuen Spielzeit Teamkollegen, da die Düsseldorfer neben Schalke 04 an einer ablösefreien Verpflichtung des „Lilien“-Angreifers interessiert sein sollen.

          Zu den „großen SVD-Chancen“, die Holland hinterher anführte, gehörte auch der Lattentreffer (64.) von Fabian Schnellhardt. Einmal mehr hätten „die Kleinigkeiten entschieden. Und die lagen nicht auf unserer Seite – auch, weil wir es nicht genug erzwungen haben und in zwei entscheidenden Momenten nicht aufmerksam genug gewesen sind“, übte Holland auch Selbstkritik. Nach davor sieben geholten Punkten aus drei Spielen war das 1:2 für Darmstadt ein Rückfall in alte Zeiten. „Normalerweise wäre selbst ein Punkt zu wenig für den Aufwand, den wir heute betrieben haben.“ Höhns finale Bestandsaufnahme war nicht die erste dieser Art in dieser für die „Lilien“ so unbefriedigenden Saison.

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