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SV Darmstadt 98 : Geknickte „Lilien“ nach dem torlosen Remis

  • -Aktualisiert am

Schmerzhafte Begegnung: SVD-Torwart Schuhen und Vrenezi Bild: dpa

Die Darmstädter vergeben beim 0:0 gegen den SSV Jahn Regensburg in der zweiten Bundesliga auch beste Torchancen: „Heute war es fast unmöglich, dieses Spiel nicht zu gewinnen.“

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          Trainer Markus Anfang drehte nach Schlusspfiff mit gesenktem Kopf eine kleine Runde über den Rasen, ehe er die ersten entgegenkommenden „Lilien“-Profis aufmunterte. Kurz vor 15 Uhr am Samstagnachmittag war klar, dass der SV Darmstadt 98 zum Zweitliga-Saisonstart eine unnötig schwache Punkteausbeute erreicht hat. Gegen den SSV Jahn Regensburg kamen die Südhessen nicht über ein 0:0 hinaus. Es war dem Ergebnis nach ein Gegensatz zum torreichen Rundenauftakt in Sandhausen (2:3), aber das Spiel folgte einem ähnlichem Muster.

          2. Bundesliga

          Wieder war der SVD das deutlich bessere Team, wieder blieb der Lohn aus, wieder war die mangelnde Chancenverwertung ausschlaggebend. „Es ist bitter. Wir haben definitiv zu wenige Punkte für die Leistungen in den ersten beiden Spielen“, sagte Anfang und haderte mit der Vielzahl von vergebenen Torchancen: „Heute war es fast unmöglich, dieses Spiel nicht zu gewinnen.“

          Der Darmstädter Fußballlehrer setzte im Vergleich zur Vorwoche auf Victor Palsson und Tim Skarke, für die Patric Pfeiffer und Braydon Manu aus der Startformation weichen mussten. Die „Lilien“ legten schwungvoll los vor 1740 Zuschauern, die passagenweise eine echte Stadionatmosphäre zu kreieren vermochten. Doch war die Überlegenheit gegen biedere Regensburger nicht groß genug, dass mehr heraussprang als die Schüsse von Mathias Honsak (3. Minute) und Marvin Mehlem (21.), welche der an diesem Tag starke Jahn-Keeper Meyer parieren konnte.

          Mangelndes Tempo von der Mitte der ersten Hälfte an machte aber manche guten Ansätze im SVD-Aufbauspiel zunichte. Immerhin vermochten die „Lilien“ jede Regensburger Angriffsbemühung im Keim zu ersticken – und nach der Pause auch selbst offensiv gefährlicher zu werden. Sträflich lässig vergab Honsak (52.) eine große Chance, als er das quasi leere Tor aus neun Metern verfehlte. Kurz darauf tauchte Mehlem (58.) nach feinem Dribbling frei vor dem SSV-Keeper auf, zögerte indes zu lange mit dem Abschluss.

          Doch damit nicht genug mit dem Vergeben gutklassiger Torchancen der Darmstädter, die in den letzten zwanzig Minuten offensiv powerten, aber bei den finalen Pässen und den Abschlüssen zu unpräzise waren. Beispielsweise bei Erich Berkos Schuss (74.), dem Kopfball von Palsson, dem Abschluss von Mehlem (87.) und vor allem beim Kopfball von Serdar Dursun (88.), an den der starke Jahn-Torhüter noch die Finger bekam.

          „Die Jungs sind geknickt, wie sie viel investiert haben und viel marschiert sind“, sagte Anfang. Doch letztlich standen die wenig überzeugenden Regensburger letztlich sogar vor dem „Lucky Punch“: Becker vergab in der Nachspielzeit eine große Chance für die Bayern. „Wir hatten die ganze Zeit die Kontrolle und haben ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Mittelfeldmann Mehlem. „Nur haben wir vergessen, uns zu belohnen.“

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