https://www.faz.net/-gtm-9hnez

2:1 gegen Berlin : Stuttgart siegt und trauert dennoch

  • -Aktualisiert am

Mario Gomez (Zweiter von links) war gegen Berlin gleich doppelt erfolgreich. Bild: EPA

Nach langer Zeit trifft der VfB-Angreifer Mario Gomez wieder, gegen die Hertha sogar gleich zwei Mal. Nach dem Schlusspfiff jedoch wird der Fußball in Stuttgart wegen eines tragischen Vorfalls zur Nebensache.

          1 Min.

          Es war eine kleine Vorgeschichte, die am Ende zur Randnotiz wurde. „Wir werden bis Weihnachten noch ein Tor von Mario Gomez sehen“, hatte Michael Reschke zuletzt versprochen, der Stuttgarter Sportvorstand. Das war insofern falsch, weil Gomez am Samstag nicht nur ein, sondern gleich zwei Tore schoss und damit das Spiel gegen Hertha BSC entschied.

          Bundesliga

          Stuttgart siegte 2:1, was tatsächlich größtenteils der wiederentdeckten Treffsicherheit des Angreifers geschuldet war. Dass Gomez zuvor in sieben Spielen nicht getroffen hatte, war in diesem Moment vergessen. Genau wie der Fakt, dass der VfB eine Stunde lang im eigenen Stadion so gut wie nichts zusammengebracht hatte. VfB-Trainer Markus Weinzierl sprach seinem Team ein Lob für die Steigerung aus und hatte ein Herz für seinen Torjäger. „Ich freue mich besonders für Mario Gomez.“

          Wenig später jedoch trat all das in den Hintergrund. Der Vater des Stuttgarter Kapitäns Christian Gentner, der das Spiel verfolgt hatte, war zusammengebrochen. Trotz notärztlicher Behandlung starb er noch im Stadion. Das Sportliche war von da an verständlicherweise kein Thema mehr beim VfB.

          In den 90 Minuten, die plötzlich so unwichtig wirkten, war Hertha durch Maximilian Mittelstädt (38.) in Führung gegangen; es war sein erster Bundesliga-Treffer. Stuttgart schoss bis dahin nicht ein einziges Mal gefährlich aufs Tor. Das änderte sich auch Anfang der zweiten Halbzeit nicht, bis Donis einen Diagonalball auf den zweiten Pfosten zu Gonzalez schlug, der Gomez im Zentrum bediente (64.). Bereits bei seiner Rückkehr nach Stuttgart vor fast genau einem Jahr hatte er beim 1:0 gegen Hertha am Siegtreffer mitgewirkt.

          Die Berliner, die bis dahin die totale Kontrolle über das Spiel hatten, verloren plötzlich völlig den faden. Angriff um Angriff rollte nun auf das Berliner Tor. Zuerst konnte Torwart Jarstein noch einen Kopfball von Akolo parieren, gegen den Versuch von Gomez (76.) war er dann aber chancenlos. Im Berliner Mittelfeld, wo Hertha eine Stunde lang mit den Reservisten Per Skjelbred und Vladimir Darida dominiert hatte, lief nun überhaupt nichts mehr zusammen. Einzig ein Kopfball (89.) und ein Schussversuch von Selke (90.+1) brachten noch einmal Gefahr.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Markus Söder am Donnerstag in München

          Corona-Beratungen : Hat da jemand „schlumpfig“ gesagt?

          Bis in den späten Abend hinein ringen Kanzlerin und die Ministerpräsidenten um die neue Linie in Sachen Corona. Zu fortgeschrittener Stunde kommt es in der Schalte zum Schlagabtausch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.