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Zweite Bundesliga : Oh weh, Wehen

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Rote Karte auf der Trage: Den Wiesbadener Benedikt Röcker erwischt es doppelt hart. Bild: dpa

Der Abstand vom Ersten zum Letzten in der zweiten Liga wächst: Während Spitzenreiter Stuttgart gewinnt, muss Schlusslicht Wehen Wiesbaden die nächste Pleite hinnehmen. Dazu gibt es noch Rot für einen Verletzten.

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          Der VfB Stuttgart hat seine Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga dank eines weiteren Heimsiegs vorerst ausgebaut. Der Aufstiegsfavorit besiegte am Samstag die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 (1:0) und gewann damit auch sein viertes Heimspiel in dieser Saison. Daniel Didavi (2. Minute) und Philipp Förster (82.) sorgten für den Erfolg der Gastgeber, die die Tabelle zumindest bis zum Spiel des Hamburger SV am Sonntag mit zwei Punkten Vorsprung vor Arminia Bielefeld anführen.

          2. Bundesliga

          Die Fürther hätten aufgrund einer engagierten Leistung jedoch lange ein Remis verdient gehabt. Denn nach der frühen Führung durch Didavi, der den Ball nach Vorlage von Silas Wamangituka aus kurzer Distanz über die Linie gedrückt hatte, wurde der VfB immer schwächer. Fürths Tobias Mohr (29./57.) und der eingewechselte Marvin Stefaniak (90.+1) scheiterten mit Distanzschüssen am Aluminium. Allerdings kamen auch die Stuttgarter dank ihrer individuellen Klasse immer wieder zu Gelegenheiten, insgesamt aber wirkte der Auftritt des Absteigers fahrig und ideenlos. Erst Förster sorgte kurz vor Schluss für die Erlösung.

          Kurioses Rot für Wiesbaden

          Arminia Bielefeld setzt seinen Höhenflug derweil fort und hat dem Tabellenschlusslicht SV Wehen Wiesbaden am Samstag klar die Grenzen aufgezeigt. Nach dem 5:2 (3:1)-Erfolg bei den noch sieglosen Wiesbadenern klettert die Arminia zumindest vorläufig auf Rang zwei. Für die überlegenen und weiter ungeschlagenen Gäste trafen Cebio Soukou (20. Minute), Fabian Klos (34. und 74.), Joan Simun Edmundsson (43.) und Andreas Voglsammer (52.).

          Die Krise des Tabellenschlusslichts spitzt sich nach der Pleite vor 4621 Zuschauern hingegen weiter zu. Wehen hat nach sieben Spielen nur einen Punkt auf dem Konto. Manuel Schäffler (4., 56.) erzielte beide Treffer für die Hessen, Benedikt Röcker sah die Rote Karte (79./Notbremse). Der Innenverteidiger erwischte dabei einen rabenschwarzen Tag. Nach einer Notbremse im Strafraum an Fabian Klos musste er mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung mehrere Minuten behandelt werden. Als er dann auf der Trage vom Feld abtransportiert wurde, zeigte ihm der Schiedsrichter die fällige Rote Karte (79. Minute). Immerhin den Strafstoß parierte Wiesbadens Keeper Lukas Watkowiak gegen Andreas Voglsammer.

          Nürnberg kommt nicht vom Fleck

          Der 1. FC Nürnberg hat die nächste Enttäuschung erlebt. Der „Club“ kam im Heimspiel gegen den Karlsruher SC am Samstag nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Es war für den Bundesliga-Absteiger das dritte Unentschieden in Serie, zu wenig für höhere Ziele. Johannes Geis brachte die Nürnberger vor 30.332 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion per Foulelfmeter in Führung (24. Minute). Manuel Stiefler glich noch vor der Pause aus (40.). In einer zunächst zähen Partie konnten die Nürnberger jubeln, als Dirk Carlson den an ihm vorbei stürmenden Nikola Dovedan im Strafraum wegräumte. Geis traf wuchtig vom Elfmeterpunkt. Bei einem Kopfball von Lukas Fröde hatte der KSC eine erste Ausgleichschance (28.).

          Kurs gehalten: Daniel Didavi (links) erzielt das 1:0 für den VfB.

          Das 1:1 fiel aber erst durch Stiefler, der den Ball nach feinem Zuspiel von Lukas Grozurek aus spitzem Winkel aus seinem Tor herausstürzenden Christian Mathenia vorbei hoch ins lange Eck spitzelte. Nach der Pause wollte der „Club“ den Sieg erzwingen. Mittelstürmer Michael Frey scheiterte mit einem Volleyschuss aus der Drehung am prächtig haltenden KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff (61.). Robin Hack traf aus guter Position den Ball nicht richtig (67.). Aber auch der KSC hatte Möglichkeiten durch Marvin Pourie (71.) und Fröde, dessen Kopfball der zuletzt schwächelnde FCN-Keeper Mathenia hielt (78.).

          Bochum weiter sieglos

          Der VfL Bochum hat den ersten Saisonsieg leichtfertig verschenkt. Der frühere Bundesligaklub kam am Samstag trotz langer Überlegenheit nicht über ein 1:1 (0:0) beim SV Sandhausen hinaus und verpasste damit auch den ersten Drei-Punkte-Erfolg unter dem neuen Trainer Thomas Reis. Nachdem der VfL schon in der ersten Halbzeit hochüberlegen war, ging er nach der Pause durch das vierte Saisontor von Silvere Ganvoula in Führung (57.). Doch Aziz Bouhaddouz glich vor 5339 Zuschauern kurz vor dem Ende aus (88.).

          Während Sandhausen im Tabellenmittelfeld steht, bleibt Bochum auf Rang 17 weiter in der Abstiegszone. Sandhausen zeigte seine bisher schwächste Saisonleistung, Bochum war fast über die gesamte Spielzeit das dominante Team. Die Elf aus dem Ruhrgebiet machte das Spiel und erarbeitete sich viele gute Torchancen. Doch erst als Stürmer Ganvoula der Ball nach knapp einer Stunde ans Schienbein sprang und von Sandhausens Aleksandr Zhirov abgefälscht wurde, stand es 0:1. Doch dann traf Bouhaddouz in der drittletzten Minute aus kurzer Distanz zum glücklichen Ausgleich.

          2. Bundesliga

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