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Bundesliga-Kommentar : Video-Assistenz ohne Garantie

  • -Aktualisiert am

Schiedsrichter Sascha Stegemann sitzt mit einem Operator im Videoassistcenter in Köln (Archivbild). Bild: dpa

Zwei Fehlentscheidungen – wie jüngst in der Bundesliga – und viele zweifeln wieder mit Vehemenz an der Existenzberechtigung des Video-Assistenten. Doch so einfach ist das nicht.

          Da ist sie wieder – die Diskussion um den „Videobeweis“. Der Begriff führt zwar schon auf die falsche Fährte, weil die Begutachtung der Fernsehbilder nur eine Entscheidungshilfe sein kann, aber im Fußball gibt es immer nur schwarz oder weiß. Liegt der Video-Assistent richtig, also im Sinne des begünstigten Vereins, dann wird alles gelobt, andersherum plädiert man gleich vehement für die Abschaffung. „Dann hat das einfach keinen Sinn mehr“, wie Horst Heldt, der Sportdirektor von Hannover 96 am Sonntag lospolterte.

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          Nun, ganz zu Ende gedacht war das offensichtlich nicht, aber mildernde Umstände darf man gelten lassen. Ein Elfmeter hatte zum Ausgleich geführt, und das vermeintliche Foul hatte schon in Realgeschwindigkeit und mit etwas Gespür für das Spiel und unter Berücksichtigung von Spielstand und verbleibender Spielzeit eher wie ein humoristischer Beitrag zum ewigen Thema Elfmeterschinden ausgesehen. Aus dem Keller in Köln aber hatte es kein Veto gegen die Entscheidung gegeben – wie auch am Tag zuvor nicht in Berlin, als ein Foul, das bis auf den Berliner Trainer vermutlich jeder als solches identifiziert hatte, doppelt übersehen worden war. „Dann hat das einfach keinen Sinn mehr“ ist als Schlussfolgerung aber etwas kurz gedacht. Der vermeintliche Mainzer Siegtreffer etwa kurz danach wurde wegen einer Abseitsstellung aus Köln „einkassiert“.

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          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

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