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2:2 bei St. Pauli : Nürnberg verspielt schon wieder die Führung

  • Aktualisiert am

Nürnbergs Manuel Schäffler (links) im Zweikampf mit St. Paulis Philipp Ziereis Bild: dpa

Kein Spiel seit 2016 hat St. Pauli gegen Nürnberg verloren. Dabei bleibt es: Nach dem Unentschieden ärgern sich die Hausherren über den verpassten Sieg, die Gäste versuchen sich über den Punkt zu freuen.

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          Erst Regensburg, dann Darmstadt – jetzt St. Pauli: Der 1. FC Nürnberg hat schon wieder eine Führung verspielt. Die Mannschaft von Trainer Robert Klauß kam am vierten Spieltag in der zweiten Liga trotz einer guten Vorstellung nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus, nachdem Manuel Schäffler (8.) den Club bei seinem Debüt und Johannes Geis (49.) per Handelfmeter zunächst zwei Mal in Führung geschossen hatten. Doch Rodrigo Zalazar (28.) per Foulelfmeter und Daniel Buballa (78.) glichen für die Kiezkicker vor 1000 Fans nicht unverdient noch aus.

          2. Bundesliga

          Beide Teams müssen damit weiter auf ihren zweiten Saisonsieg warten. St. Pauli rangiert in der Tabelle auf Platz sieben. Nürnberg, das sowohl gegen Regensburg (1:1) als auch gegen Darmstadt (2:3), hier ebenfalls zwei Mal, eine Führung aus der Hand gegeben hat, ist Neunter. St. Paulis Kapitän Christopher Avevor zog nach Abpfiff am Sky-Mikrofon eine durchwachsene Bilanz: „Wir haben eine super Moral bewiesen, aber sind trotzdem nicht zufrieden, weil wir unsere Heimspiele immer gewinnen wollen.“ Umso zufriedener war Nürnbergs Torschütze Schäffler: „Das Gute für uns ist, dass wir wenigstens einen Punkt mitgenommen haben.“

          Die Fans auf dem Kiez sahen eine äußerst muntere Partie, lange ging es hin und her – wobei St. Pauli durch die Gegentore gezwungen war, das Spiel zu machen und Nürnberg mehr auf Konter setzte. Schäffler suchte dabei stets die Lücken in der Dreierkette der Hamburger, die er schon in der Anfangsphase entdeckt hatte. Die Hausherren zeigten sich allerdings wenig geschockt, spielten weiter zielstrebig nach vorne. Nach einigen guten Möglichkeiten verwandelte dann Zalazar einen Strafstoß nach Videobeweis eiskalt im rechten Eck.

          Beide Teams hielten stets das Tempo hoch und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Bei Nürnberg machten sich die prominenten Ausfälle unter anderem des wiederholt schwer verletzten Angreifer Virgil Misidjan oder von Hanno Behrens, der Mitte der Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kaum bemerkbar. Robin Hack (30.) hätte sogar schon vor der Pause zur Führung treffen müssen.

          Auf der anderen Seite sorgte der quirlige Zalazar immer wieder für Wirbel, doch Nürnberg war effektiver. Geis verwandelte sicher vom Punkt, nachdem der nicht immer sichere Schiedsrichter Florian Heft nach Videoansicht auf ein Handspiel von Avevor entschieden hatte. Bei St. Pauli ließen dann irgendwann die Kräfte nach, doch Zalazar und Co. drängten weiter nach vorne. Nürnberg war mit zunehmender Spieldauer vor allem darauf bedacht, in der Abwehr sicher zu stehen. Die Hausherren versuchten aber alles und Buballas Linksschuss ins lange Eck war der verdiente Lohn.

          2. Bundesliga

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