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Münchner Zukunft : Der FC Bayern und die Post-Hoeneß-Ära

Sagt Servus: Bayern-Präsident Hoeneß hat seinen Nachlass geordnet und freut sich auf das Unbekannte. Bild: Imago

So harmonisch wie selten präsentiert sich der FC Bayern am Tag, an dem Uli Hoeneß seinen Rückzug erklärt. Er schildert einen interessanten persönlichen Beweggrund – und hat seinen Nachlass geordnet.

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          „Ich bin total entspannt“, sagt Uli Hoeneß. „Ich schlafe gut.“ Und das sogar ohne nächtliche Unterbrechung, wie er zuletzt verblüfft festgestellt hat. „Interessanterweise schlafe ich in den letzten ein, zwei Wochen sieben Stunden durch, bis ich auf die Toilette muss“. Nicht nur drei oder vier, nach denen er zuvor manchmal eine halbe Stunde wach lag und mitten in der Nacht über die eigene Zukunft nachdachte. Und manchmal sogar über Oliver Kahn.

          Bundesliga
          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Es ist Freitagmittag, und der ausgeschlafene Hoeneß sieht ganz und gar nicht aus wie jemand, der gerade seinen Abschied erklärt. Eher wie einer, der gerade anfängt. Er weiß nur noch nicht, was. Er strahlt Vorfreude auf das große Unbekannte aus, das ihm bevorsteht. „Ich werde zum ersten Mal seit 40 Jahren in meinem Leben ohne Plan sein. Darauf freue ich mich.“ Am Morgen des 16. November, dem Tag nach der Jahreshauptversammlung des FC Bayern, seinem letzten Tag als Präsident, wird er aufwachen und, wie er vorfreudig sagt, „erstmals ohne jede Verantwortung sein“.

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