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Die Macht der Kurven : So kämpfen Ultras gegen den DFB

Wer sind diese Fans in den Kurven, die sich Ultras nennen? Bild: Thilo Rothacker

Es ist ein Machtkampf entbrannt im deutschen Fußball zwischen DFB und einigen Vereinen auf der einen und den Ultras auf der anderen Seite. Wie ticken diese speziellen Fans? Ein Einblick in eine verschwiegene Szene.

          4 Min.

          Es ist ein Machtkampf entbrannt im deutschen Fußball. Auf der einen Seite: die Ultras, die nicht nur eine der größten Jugend- und Subkulturen der Republik darstellen, sondern auch die lautesten in den Fankurven sind. Auf der anderen Seite: die Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und einiger Vereine. Am Freitag veröffentlichte der „Fanszenen Deutschlands“-Zusammenschluss, in dem die meisten Ultra-Gruppierungen des Landes vertreten sind, eine gemeinsame Stellungnahme. Darin heißt es: „Wir werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbrüche in Kauf nehmen.“

          Bundesliga
          Jan Ehrhardt
          Sportredakteur.
          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Am vergangenen Wochenende war es in der Bundesliga aufgrund von Schmäh-Transparenten, die sich gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp richteten, zu mehreren Spielunterbrechungen gekommen. Der DFB drohte anschließend mit Spielabbrüchen. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stand die Münchner „Schickeria“, die lauteste Fangruppe des größten deutschen Fußballklubs. Zwischen Fans und Verein hat sich etwas hochgeschaukelt. Eine verbale Eskalation: zuerst das Wort „Hurensohn“ auf dem Transparent der „Schickeria“, dann das Wort vom „hässlichen Gesicht des FC Bayern“, das Vorstandschef Rummenigge im eigenen Fanblock verortete. Viel zu lachen gab es nicht. Nur die „Schickeria“ musste einmal lachen, „lauthals“, wie sie beteuert: „Als Karl-Heinz Rummenigge sich auch noch dazu genötigt sah zu äußern, dass er sich notfalls mit Leibwächtern vor uns schützen würde.“

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