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Nächster Sieg in Düsseldorf : Streich und Freiburg setzen ihren Höhenflug fort

  • Aktualisiert am

Kaum zu glauben: Christian Streich (rechts) bejubelte in Düsseldorf den nächsten Sieg seiner Mannschaft. Bild: dpa

Freiburg steht auch nach dem sechsten Spieltag ganz weit oben in der Tabelle: Selbst ein verschossener Elfmeter kann den Sportclub nicht stoppen. Das entscheidende Tor erzielt ausgerechnet ein Einwechselspieler.

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          Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier würdigte Siegtorschütze Luca Waldschmidt als „kleinen Robben, wir er da nach innen zieht“. Mit einem Linksschuss im Stil des früheren Münchner Weltklasse-Stürmers brachte der hochtalentierte Angreifer dem Team von Trainer Christian Streich am Sonntag den 2:1 (1:1)-Sieg bei Fortuna Düsseldorf in einem ansonsten schwachen Spiel (81. Minute) und damit Rang drei in der Fußball-Bundesliga. Jonathan Schmid (45.) hatte vor 39.244 Zuschauern zuvor ausgeglichen, nachdem Rouwen Hennings (42.) die Fortuna in Führung gebracht hatte. Lucas Höler verschoss zudem einen Foulelfmeter für die Gäste (73.).

          Bundesliga

          Die stark in die Saison gestarteten Freiburger profitierten damit von den Patzern der Titelkandidaten RB Leipzig (1:3 gegen Schalke) und Borussia Dortmund (2:2 gegen Bremen) am Samstag. Mit 13 Punkten liegt der Sportclub nach sechs Spielen auf Rang drei.

          Die Fortuna, die seit fünf Bundesligaspielen auf einen Sieg wartet, steht mit vier Punkten aus sechs Spielen einen Zähler schlechter als zum selben Zeitpunkt der Vorsaison. Düsseldorfs Kapitän Adam Bodzek zeigte sich trotz der Niederlage „guten Mutes“: „Wir haben im vergangenen Jahr auch so eine Phase durchgemacht und sind gestärkt daraus hervorgegangen.“

          Zuvor hatten die Breisgauer noch nicht gegen die Fortuna in der Bundesliga gewinnen können. Auch am Sonntag tat sich das Streich-Team von Beginn an wieder schwer. Die Fortuna spielte engagiert und mutig nach vorne und war vor der Pause spielbestimmend. Richtig gefährlich wurde das Team von Trainer Friedhelm Funkel, der am kommenden Freitag bei Hertha BSC sein 500. Spiel als Bundesligatrainer absolviert, aber nicht. Turbulent wurde es erst in der Schlussphase der ersten Hälfte.

          Hennings nutzte nach einer Ecke einen Patzer von SC-Keeper Alexander Schwolow zu seinem dritten Saisontor. Den Rückschlag konterten die Gäste prompt. Eine scharfe Hereingabe von Freiburgs Kapitän Christian Günter drückte Schmid nur drei Minuten später über die Linie.

          Auch nach der Pause blieb Fortuna druckvoller und bemühter. Erik Thommy vergab die beste Möglichkeit per Kopf (49.). Diese Chance war eine der wenigen herausgespielten Möglichkeiten. Viele halbwegs gefährliche Aktionen auf beiden Seiten resultierten eher aus Zufällen. Die beiden dienstältesten Bundesliga-Trainer sahen weiter eine äußerst mäßige Partie, die beinahe durch einen Videobeweis entschieden worden wäre.

          Verstand zwischendurch die Welt nicht mehr: Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel
          Verstand zwischendurch die Welt nicht mehr: Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel : Bild: dpa

          Fortunas Torschütze Hennings hatte Gegenspieler Nicolas Höfler wohl an der Schulter im Strafraum herunter gerissen. Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin wurde darüber erst nachträglich informiert. Den fälligen Strafstoß schoss Lucas Höler indes schwach und schob Fortuna-Keeper Zack Steffen den Ball in die Arme.

          Dadurch bekam Fortuna noch einmal Oberwasser und machte noch mehr Druck. Die große Möglichkeit zum Sieg vergab Kenan Karaman erst gegen Schwolow, den Abpraller setzte er dann über das Gehäuse (73.). Von Freiburg kam nicht mehr viel. Auch die erst spät eingewechselten Luca Waldschmidt und Vincenzo Grifo brachten kaum noch Impulse. Das glückliche Siegtor fiel wie aus dem nichts.

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