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Nach nächster Niederlage : Selbst Huub Stevens verzweifelt an Schalke

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Arbeitet mit seinem Team am Klassenverbleib: Huub Stevens und Schalke 04 haben jedoch abermals verloren. Bild: dpa

„Wenn es zwischen den Ohren nicht gut sitzt“: Nach der 2:5-Pleite gegen die TSG Hoffenheim weiß selbst die Schalker Vereinsikone nicht mehr weiter. Ein möglicher Abstieg ist noch nicht vom Tisch.

          Die nächste abstiegsreife Vorstellung des abgestürzten Meisterschaftszweiten raubte Huub Stevens jegliche Vorfreude auf das Revierderby. „Das Programm gibt es her, dass das nächste Spiel in Dortmund ist. Wir müssen dahin, und wir müssen da auch spielen“, sagte der Trainer von Schalke 04 nach dem bitteren 2:5 (0:2) gegen die TSG Hoffenheim. Und auf Nachfrage ergänzte er mit einem ironischen Lachen: „Ich freue mich so unglaublich, sehen Sie?“

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          Nach der zehnten Saisonniederlage in der Schalker Arena, die zum Selbstbedienungsladen der Bundesliga geworden ist, geht beim königsblauen Krisenklub die Angst vor einem Debakel im 176. Duell mit dem Erzrivalen Borussia Dortmund um. „Es ist etwas Spezielles, aber ich hätte es lieber etwas anders gehabt“, sagte Stevens, der am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) in sein 19. Revierderby geht.

          Wenn Schalke allerdings so weitermacht wie in den letzten Spielen, könnte der Bundesliga-Evergreen in der nächsten Saison erstmals seit 28 Jahren ausfallen. Denn trotz der Schwäche der Konkurrenz im Nichtabstiegskampf müssen die Gelsenkirchener auch vier Runden vor Schluss noch um den Klassenverbleib zittern.

          Zwar rechnete der eine oder andere Beobachter – nicht ganz ernst gemeint – vor, dass dank der 0:6-Pleite des VfB Stuttgart beim FC Augsburg der Sechs-Punkte-Vorsprung vor dem Relegationsplatz um drei Tore gewachsen sei. Doch die Hoffnung, dass die nach ordentlichen 20 Auftaktminuten abermals erschreckend schwachen Königsblauen noch irgendwo punkten könnten, schwindet. Stuttgart kann nach dem Rauswurf von Markus Weinzierl zumindest auf den Effekt eines Trainerwechsels spekulieren. Aber Schalke?

          Nach der vierten Pleite im sechsten Spiel in seiner dritten Amtszeit verzweifelt auch Stevens an seinem Herzensklub. Die von ihrem früheren Manager Christian Heidel für Abermillionen Euro zusammengekaufte Mannschaft präsentiert sich seit Monaten als Torso. Es fehlt an Qualität, Teamgeist, Einstellung – an fast allem.

          „Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, mit der arbeite ich“, sagte Stevens lapidar. Mehr wollte der 65-Jährige nicht sagen, schließlich braucht er die Spieler noch. Außerdem steht er als Aufsichtsrat mit in der Verantwortung für den dramatischen Absturz – auch wenn er sich gegen mehrere Heidel-Transfers ausgesprochen hatte.

          So versucht er, Zweifel an der Qualität und der Einstellung möglichst wegzureden. „Wir haben nicht gegen den FC Hüpplepüpp gespielt, sondern gegen eine Mannschaft, die einen Lauf hat“, meinte er mit Blick auf die Hoffenheimer, die nach den Toren von Ishak Belfodil (25., 80.), Andrej Kramaric (44.), Adam Szalai (65.) und Nadiem Amiri (73.) und dem vierten Sieg in Serie weiter auf Europakurs sind.

          Die abstiegsreifen Leistungen der Schalker, für die Daniel Caligiuri (60., Foulelfmeter) und Guido Burgstaller (90.) trafen, seien „eine Kopfsache“, betonte Stevens einmal mehr: „Wenn es zwischen den Ohren nicht gut sitzt, dann geht es auch in die Beine.“

          Dass er aber von einigen der teuren Heidel-Einkäufe längst die Nase voll hat, unterstrich er gegen Hoffenheim deutlich: Nabil Bentaleb und Jewgeni Konopljanka, die zusammen mehr als 30 Millionen Euro Ablöse gekostet hatten, saßen auf der Tribüne. Und Bastian Oczipka, seit zwei Jahren trotz unübersehbarer Defizite unangefochtener Stammspieler, musste seinen Platz dem 22 Jahre alten Oberligaspieler Jonas Carls überlassen.

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