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Hoffenheim-Trainer Hoeneß : „Es wäre mir lieber, wir wären Zweiter“

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„Um ehrlich zu sein, wäre es mir lieber, wir wären Zweiter“: Sebastian Hoeneß Bild: dpa

Hoffenheim gewann alle drei Spiele dieser Saison. Nun gibt es die 4:1-Gala gegen den FC Bayern. Die TSG ist Erster, das Lob für Sebastian Hoeneß groß. Doch viel Begeisterung kommt beim neuen Trainer nicht auf.

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          Sebastian Hoeneß war der ganze Rummel gar nicht recht. „Um ehrlich zu sein, wäre es mir lieber, wir wären Zweiter“, sagte der Trainer der TSG Hoffenheim mit einem leisen Seufzer in der Stimme, in der von Begeisterung kaum etwas zu hören war: „Denn jetzt ist das die ganze Woche ein Thema.“ Nach dem fulminanten 4:1 (2:1) gegen die eigentlich Unschlagbaren von „Quadruple“-Gewinner Bayern München wird aber nicht nur die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga für Furore im sonst so beschaulichen Kraichgau sorgen.

          Bundesliga

          Dafür läuft einfach zu viel zu gut bei der TSG, die drei Siege in drei Pflichtspielen eingefahren hat. Da ist erstens ein Trainer-Neuling, der seinen früheren Klub von der Isar geschlagen hat und mittelfristig aus dem langen Schatten seines Vor-Vorgängers Julian Nagelsmann treten könnte. Da ist zweitens ein Kader, der bestens für die bevorstehenden Belastungen inklusive Europacup gerüstet ist. Und da ist drittens der endlich verletzungsfreie Torjäger Andrej Kramaric, der in den drei Pflichtspielen sieben Treffer erzielt hat.

          Der kroatische WM-Zweite war es dann auch, der diese Aspekte nach dem Sieg gegen die Bayern auf den Punkt brachte. „Unser Trainer hat uns genau richtig eingestellt, und wir waren total fokussiert auf das Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen die Besten der Welt mithalten können“, äußerte der abermals überragende Doppel-Torschütze, der seine Klasse in der vergangenen Saison aufgrund ständiger Verletzungen kaum zeigen konnte.

          Auf dem Platz ist Kramaric derzeit der Star, doch außerhalb steht der Coach im Blickpunkt. Hoeneß ist im Eiltempo beim Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp angekommen. Das Lob von allen Seiten lässt daran keine Zweifel aufkommen. Wenn ein Profi wie der meinungsstarke frühere Kapitän Kevin Vogt nach einem Erfolg gegen den Rekordmeister als erstes die Ansprache des Trainers erwähnt, sagt das fast schon alles. „Bei uns war wichtig, was uns der Coach mitgegeben hat“, berichtete der Abwehrchef.

          Auch das Dauer-Grinsen im Gesicht von Alexander Rosen machte deutlich, dass der Sportchef seine Trainerwahl schon jetzt als Glücksgriff sieht. „Er ist ein Fachmann, der extrem ehrgeizig ist, extrem akribisch arbeitet und der viel Wert auf das Team legt“, sagte Rosen nach dem „geschichtsträchtigen Spiel“ über Hoeneß, den er von der zweiten Mannschaft der Bayern aus der dritten Liga geholt hat: „Es macht viel Spaß. Wir sind sehr froh, dass Sebastian bei uns ist.“

          Von den Elogen wollte Hoeneß allerdings genauso wenig etwas hören wie vom Spitzenreiter-Thema. „Auch jetzt im Erfolg ist es mir wichtig, sachlich und analytisch klar zu bleiben. So wird es auch im Misserfolg sein“, äußerte der 38-Jährige: „Ich kann das Ganze einordnen. Wichtig ist, dass wir cool bleiben. Wir sind in einem Prozess. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Aber nun muss es darum gehen, den Sieg über die Bayern im nächsten Spiel bei Eintracht Frankfurt zu veredeln.“

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