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Bundesliga-Kommentar : Schatten über Schalke

Die Zeit von Manager Christian Heidel auf Schalke läuft ab. Bild: EPA

Schalke 04 steht nach dem Aus für Manager Christian Heidel wieder vor einem Neuanfang. Aber wohin soll der führen? Es ist, als würde der Schatten des großen Rudi Assauer immer länger, unendlich lang.

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          Der Plan von Clemens Tönnies war ehrenwert. Nachdem Felix Magath und Horst Heldt über Jahre hinweg als Manager vor allem die Personalkosten von Schalke 04 auf absolute Spitzenplätze in der Bundesliga geführt hatten, dem Klub mit den vielen Millionen aber weder Ruhe noch sportliche Konstanz bescherten, versuchte es der Schalker Boss im Sommer 2016 mit einem anderen Modell. Mit einem, für das man heute gerne den Begriff „nachhaltig“ verwendet.

          Bundesliga

          Christian Heidel hatte als Manager über rund 25 Jahre entscheidenden Anteil daran, dass aus Mainz 05 viel mehr geworden ist, als ein Klub dieser Größe eigentlich sein kann. Und er hatte mit Jürgen Klopp und Thomas Tuchel zwei Trainer hervorgebracht, die vorher kaum jemand kannte. Sie elektrisierten die Bundesliga. Das erschien Tönnies als Chance, endlich aus dem Schatten von Borussia Dortmund zu treten und langfristig vielleicht auch die deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Am Samstag, nach einer 0:3-Niederlage in Mainz, hat Heidel seinen Abschied als Schalker Manager verkündet. Der große Traum hatte sich aber schon vorher verflüchtigt.

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