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Fahrlässige Tötung : Staatsanwalt ermittelt gegen Schalke-Spieler Harit

  • Aktualisiert am

Der Schalker Profi Amine Harit im Trainingslager des Klubs im vergangenen Januar. Bild: dpa

Nach dem WM-Aus mit Marokko ist Amine Harit in einen tödlichen Autounfall verwickelt gewesen. Die juristischen Folgen könnten gravierend sein.

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          Nach dem schweren Verkehrsunfall mit Todesfolge in Marokko hat der Schalke-Fußballer Amine Harit seinen Reisepass und seinen Führerschein wieder. Das gab Sportvorstand Christian Heidel am Dienstag kurz nach der Landung der Gelsenkirchener Profis in Shanghai bekannt. Es sei ein tragischer Unfall gewesen, betonte Heidel. Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte eine Vereinssprecherin den Sachverhalt zu Harits Pass und Führerschein.

          Der 21 Jahre alte Harit, der für Marokko bei der WM in Russland gespielt hatte, war in der Heimat seiner Eltern in der Nacht zum Samstag in einen Unfall verwickelt, bei dem ein Mann getötet wurde. Das Opfer war nach Angaben der marokkanischen Behörden 28 Jahre alt. Bislang war von einem 18-Jährigen die Rede gewesen.

          Harit hatte Heidel am Samstag in einem Telefonat mitgeteilt, am Steuer gesessen zu haben. „Er habe als Fahrer des Unglückswagens keine Möglichkeit gehabt, den tragischen Unfall zu verhindern“, hieß es zu diesem Zeitpunkt in einer Mitteilung der Schalker.

          Die erste Anhörung in dem Fall solle in der kommenden Woche stattfinden, teilte der zuständige Staatsanwalt in Marrakesch mit. Harit habe eine Kaution in Höhe von 10.000 Dirham (etwa 900 Euro) gezahlt. Die Staatsanwaltschaft ermittele wegen fahrlässiger Tötung, Nicht-Einhaltung der Geschwindigkeit und Herbeiführen eines Verkehrsunfalls.

          Die Schalker denken nun darüber nach, Harit Sonderurlaub zu gewähren, um die Geschehnisse verarbeiten zu können. Wie es am Dienstag hieß, soll der Spieler in den kommenden Wochen wieder zur Mannschaft des Meisterschaftszweiten stoßen. Dabei wird er sich auch mit Chefcoach Domenico Tedesco abstimmen.

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