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1:1 in Augsburg : Schalker Teilerfolg gegen die Misere

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Daniel Caligiuri jubelt: Der Schalker bewahrt sein Team vor Schlimmerem. Bild: EPA

Schlimmer ginge es immer: Deshalb muss Schalke 04 nach einem Rückstand in Augsburg zufrieden sein mit einem Punktgewinn. Ruhe dürfte das Remis aber nicht bescheren.

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          Schalke 04 kommt in der Fußball-Bundesliga einfach nicht in Tritt. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco kam nach einer abermals ernüchternden Darbietung beim FC Augsburg nicht über ein enttäuschendes 1:1 (0:1) hinaus und muss sich zunehmend mit dem Wort „Nichtabstiegskampf“ auseinandersetzen. Immerhin gelang es Königsblau, den jetzt seit sechs Ligaspielen sieglosen FCA auf Distanz zu halten. 15 Punkte nach ebenso vielen Begegnungen bleiben allerdings eine schwache Bilanz.

          Bundesliga

          Michael Gregoritsch (13.) brachte die Hausherren mit dem 300. Treffer in der Bundesligahistorie des FCA nach einem Fehler von Schalke-Kapitän Ralf Fährmann in Führung. Daniel Caligiuri (53.) gelang vor 27.233 Zuschauern in der WWK-Arena der schmeichelhafte Ausgleich für S04.

          Schalke-Manager Christian Heidel war vor dem Anpfiff bemüht, die von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies aufgebrachte Diskussion um das mögliche Engagement eines externen Beraters einzufangen. Er sehe darin „keinen Sinn“, sagte er bei Sky, betonte aber: „Zwischen Clemens Tönnies und mir gibt es Nullkommanull Probleme.„ Probleme hatten die Knappen aber auf dem Platz – und zwar einige. Im Spiel nach vorne klappte mit dem Notsturm Cedric Teuchert und Steven Skrzybski fast nichts, die defensive Dreierkette war von Beginn an anfällig. Zunächst scheiterten Gregoritsch (8.) und Rani Khedira (11.) noch an Fährmann. Doch dann wehrte der Torwart eine Flanke von Philipp Max mit der Faust ungeschickt ab und Gregoritsch köpfte den Ball ins leere Tor.

          Augsburg am Drücker

          Tedesco stellte nach dem Rückstand auf ein 4-2-3-1-System um, Benjamin Stambouli rückte ins Mittelfeld. Doch der FCA blieb zunächst am Drücker. Marco Richter (18.) und Ja-Cheol Koo (25.) hätten in einer zunehmend umkämpften Begegnung erhöhen können. Weil Schalkes Offensivbemühungen nur sehr selten zu Abschlüssen führten, verloren die S04-Fans die Geduld. „Wir wollen euch kämpfen sehen!“, skandierten sie. Das immerhin tat Königsblau, spielerisch war der Auftritt aber nicht überzeugend.

          Das 1:1 viel deshalb völlig unerwartet und war nicht herausgespielt: Caligiuri schoss den Ball nach Kopfballabwehr von Caiuby aus 20 Metern ins lange Eck. An den Kräfteverhältnissen änderte der Ausgleich nichts: Augsburg attackierte Schalke weiter mutig hoch und provozierte so Ballverluste. Jonathan Schmid (61.) und Gregoritsch (69.) hätten die wackeren Augsburger abermals in Führung bringen können. Kurz vor Schluss wurde ein vermeintlicher Treffer der in der Endphase doch noch stärker werdenden Schalker durch Haji Wright wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (83.).

          „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, nach vier Niederlagen so aufzutreten. 60 Minuten lang war das richtig gut“, sagte Augsburgs Coach Manuel Baum. „Die Art und Weise war in Ordnung, der Punkt ist in Ordnung.“ Schalke-Trainer Tedesco sah das Remis jedoch als nicht ganz so erfreulich an: „Wir wurden im ersten Durchgang ein bisschen aufgefressen, hatten körperliche Nachteile. Mit der Umstellung auf 4-2-3-1 haben wir mehr Kontrolle bekommen und hätten noch gewinnen können. Es ist nicht so, dass ich über den Punkt Freudensprünge mache, weil mehr drin war.“

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