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0:3 von 04 bei 05 : Die Königsblauen zerbrechen in Mainz

Da kommt auch Bastian Oczipka nicht mehr hinterher: Giulio Donati vorbei an der Schalker Abwehr Bild: EPA

Schalke 04 geht in Mainz unter – die Rheinhessen dominierten fast durchgängig das Spiel und brachen durch die drei Tore mit einem kuriosen Bann. Schalke steht jetzt vor einem Umbruch.

          Jetzt taugen nicht mal mehr die alten Weggefährten als Nothelfer für Christian Heidel. Nachdem Mainz 05 zuvor alle fünf Spiele seit Heidels Wechsel zu Schalke 04 bei 0:8 Toren verloren hatte, besiegten die Rheinhessen am Samstag die Gelsenkirchener mit 3:0 nach Toren von Karim Onisiwo (18./84. Minute) sowie Jean-Philipope Mateta (73.). Damit haben die Mainzer Heidels bevorstehenden Abschied aus Schalke zusätzlich befeuert.

          Der Manager selbst hatte sich wie schon in den vergangenen Tagen auch vor dem Spiel in Mainz nicht zu seiner Situation geäußert und gegen seine Gewohnheit weder vor dem Anpfiff noch in der Halbzeit vor den Kameras des übertragenden Fernsehsenders Sky für Fragen zur Verfügung gestellt. Solche Zurückhaltung deutete in Mainzer Tagen stets auf bevorstehende gravierende Veränderungen im Klub hin, damals freilich ging es meist um das Ende einer Zusammenarbeit mit einem Trainer.

          Die Schalker wirkten in Mainz nur drei Tage nach der bravourösen Leistung im Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City willig, aber auch müde. Trainer Domenico Tedesco schickte immerhin sieben Feldspieler nach der körperlichen Strapaze gegen die Engländer abermals in der Startformation aufs Feld. Lediglich Sebastian Rudy, Omar Mascarell und Steven Skrzybski kamen ausgeruht aufs Feld, dazu kehrte der zuletzt gesperrte Alexander Nübel für Ralf Fährmann ins Tor zurück.

          Die Mainzer beschäftigten die Schalker mit einer abgeklärten, sachlichen und ruhigen Spielweise statt mit einem erwarteten Feuerwerk. Nach zuletzt 1:11 Toren und drei Niederlagen forderte Trainer Sandro Schwarz seine Spieler offenbar zu einer Art kontrollierter Offensive auf.

          Mit Erfolg: Nachdem Stefan Bell (5.) und Danny Latza (17.) Großchancen fahrlässig vergaben, traf Karim Onisiwo nach mustergültiger Vorlage  des starken Latza mit einem satten Rechtsschuss. Der Treffer des Österreichers brach einen kuriosen Bann: In zuvor fünf Spielen seit dem Wechsel des früheren Mainzer Managers Christian Heidel auf den Stuhl des Sportvorstands in Gelsenkirchen, hatte Mainz 05 fünfmal verloren bei 0:8 Toren.

          Mainzer kontrollieren auch die zweite Hälfte

          Dem ersten Treffer hätten freilich mindestens ein weiterer folgen müssen bis zum Halbzeitpfiff, da die offenkundig vom Champions-League-Spiel gegen Manchester City unter der Woche müden Schalker Abwehrspieler immer wieder gute Tormöglichkeiten zuließen.

          So aber wäre beinahe noch kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich gefallen: Einen Kopfball von Matija Nastasic aus kurzer Distanz wehrte Florian Müller mit einer starken Fußabwehr ab.

          In Halbzeit zwei kontrollierten die Mainzer weiter die Partie und setzten vor allem anders als in den vergangenen Wochen die entscheidenden Attacken. Der eingewechselte Torjäger Jean-Philipp Mateta, der erstmals seit dem Hinspiel gegen Schalke nicht in der Startelf stand,  entschied die Begegnung schließlich mit seinem ersten Treffer nach fünf Partien ohne Torerfolg. Aaron bereitete mit einer Flanke vor, der Franzose köpfte aus acht Metern ein (73.) und versetzte die Mainezr Anhänger endgültig in Fastnachtsstimmung, sie sangen „Am Rosenmontag bin ich geboren.“

          Auf der Gegenseite ließen die gut 5000 Schalker Fans derweil, während die Mainzer auf dem Feld  weitere Möglichkeiten zu Ergebniserhöhung durch Mateta (78.) und Kapitän Bell (83.) ausließen, ehe Onisiwo mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 erhöhte (84.), ihrer Wut auf die unschöne Situation ihres Klubs freien Lauf: „Wir haben die Schnauze voll“, skandierten sie Richtung Feld. Für Christian Heidel dürfte es ein schwacher Trost sein, dass die Fans nicht dezidiert seinen Namen und seinen Rauswurf forderten.

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