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Wagner zu Tönnies-Eklat : „Unterschied zwischen Vergessen und Verzeihen“

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Kritischer Trainer: Schalkes David Wagner warnt davor, die Tönnies-Aussagen zu vergessen, „weil das einfach zu schwerwiegend ist“. Bild: dpa

Mutige Sätze von Schalkes Trainer David Wagner: Er spricht den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies nicht lapidar frei. Wagner mahnt gleichwohl zum Zusammenhalt.

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          Trainer David Wagner vom Fußball-Bundesligaklub Schalke 04 hat nach der Rückkehr des Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zur Geschlossenheit aufgerufen. Tönnies hatte sein Amt seit dem 6. August wegen einer rassistischen Aussage ruhen lassen.

          „Ich bleibe dabei, und das ist auch weiter unstrittig, dass das eine Geschichte ist, die nicht hätte passieren sollen, die nicht in Ordnung gewesen ist. Ich bleibe auch dabei, dass es nichts ist, was wir vergessen sollten. Das sage ich ganz klar, weil das einfach zu schwerwiegend ist“, betonte Wagner vor dem Duell gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag (15.30 Uhr/F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und Sky).

          „Nichtsdestotrotz - und das ist das Entscheidende - es ist ein Unterschied zwischen Vergessen und Vergeben und Verzeihen. Clemens hat sich entschuldigt, mehrfach - auch öffentlich. Dementsprechend ist es das Allerwichtigste für uns alle, dass wir jetzt nach vorne schauen“, sagte Wagner weiter.

          Schalke-Fans hatten nach der Aussage des Klubchefs Tönnies protestiert. damals zum Pokalspiel in beim SV Drochtersen/Assel mitgereisten Anhänger zeigten ein Transparent mit der Aufschrift „Wir zeigen Tönnies die Rote Karte“, dahinter wurden rote Kartons emporgehalten.

          Sportlich gesehen erwartet Wagner gegen die Fortuna eine große Aufgabe. In der Innenverteidigung werden voraussichtlich Ozan Kabak und Weston McKennie auflaufen. Salif Sane (Knieverletzung) und Benjamin Stambouli (Fußwurzelbruch) fehlen den Schalkern länger.

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