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1:0 gegen Hannover : Schalke siegt und verliert Huntelaar

  • -Aktualisiert am

Königsblau sieht Rot: Huntelaar muss nach einem Tritt vom Platz Bild: Imago

Schalke hat beim 1:0-Heimsieg über Hannover viel Mühe. Höger trifft schon in der ersten Halbzeit gegen 96. Doch nach der Pause verliert Schalke Huntelaar nach einem unsinnigen, üblen Tritt.

          Das geschlossene Dach der Gelsenkirchener Arena hielt die Kälte zwar ein wenig ab, dennoch blieb den Anhängern des FC Schalke 04 das Zittern beim 1:0-Sieg über Hannover 96 nicht erspart. Marco Höger entschied die Partie mit dem Tor des Tages für die Heimelf (32. Minute). Den unrühmlichen Höhepunkt der Partie lieferte der Schalker Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar, der Mittelfeldspieler Schmiedebach, weit entfernt vom eigenen Tor, von hinten in die Beine trat und dafür mit der Roten Karte bestraft wurde.

          Schalke hatte schleppend begonnen. Es dauerte mehr als zwanzig Minuten, bis die Heimelf im gegnerischen Strafraum zum ersten Mal Gefahr erzeugte. Eric Maxim Choupo-Moting verfehlte mit einem technisch nicht ganz sauberen Volleyschuss knapp das Ziel. Frisch vom Afrika-Cup zurückgekehrt, hatte der Stürmer „auf“ Schalke nur das Abschlusstraining absolviert, aber dennoch den Vorzug vor Kevin-Prince Boateng erhalten, der mit einem Platz auf der Ersatzbank vorlieb nehmen musste.

          Obwohl er in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen hatte, war für den exzentrischen Profi in der Startelf kein Platz – weder im defensiven noch im offensiven Mittelfeld noch im Angriff, wo er während Choupo-Motings Abwesenheit einige Probeläufe als zweiter Stürmer absolviert hatte.

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          Nach einer halben Stunde nahmen die Schalker allmählich Fahrt auf – und gingen in Führung. Christian Fuchs, der sich oftmals als Flankengeber hervortat, passte die Kugel quer durch den Strafraum und fand nahe der Sechzehnmeterlinie in Marco Höger einen Abnehmer. Der Mittelfeldspieler beförderte den Ball, ohne zu zögern, ins Tor.

          Kirchhoff und Höger verpassten es, den Vorsprung vor der Pause auszubauen. Auf der Gegenseite fassten die Hannoveraner, die ansprechend begonnen hatten, am Ende der ersten Hälfte wieder mehr Mut. In aussichtsreicher Position legte sich Joselu den Ball jedoch zu weit vor, als er versuchte, den Schalker Torwart Fabian Giefer zu umdribbeln.

          Giefer, vor dieser Saison aus Düsseldorf gekommen, gab sein Debüt im Trikot des FC Schalke, weil Stammtorhüter Ralf Fährmann im Trainingslager eine Zerrung des Kreuzbandes erlitten hatte und länger ausfällt.

          Kurz nach dem Seitenwechsel sah Giefer sich abermals Joselu gegenüber, diesmal parierte er den Schuss des Spaniers mit Geschick. Wenig später wirkte er bei dem Versuch, den Ball wegzuschlagen, unbeholfen und schoss Joselu an, der davon aber nicht zu profitieren vermochte. Wie im ersten Durchgang hatte Hannover den besseren Start.

          Schalke versuchte es mit gelegentlichen Kontern. Nastasic, der Leihspieler von Manchester City, Huntelaar und Boateng, der inzwischen Coupo-Moting abgelöst hatte, vergaben nach gut einer Stunde gute Konterchancen. Hannover stemmte sich gegen die Niederlage, hatte mehr Ballbesitz und hielt die Partie spannend.

          Jimmy Briand verpasste nur knapp den Ausgleichstreffer für die Niedersachsen. Schalke verlor die Linie, versuchte mit Gegenangriffen zum Erfolg zu kommen. Mit viel Mühe verteidigten die Gelsenkirchener den knappen Vorsprung bis zum Ende – und verloren dennoch. Und zwar Huntelaar, den Schiedsrichter Sascha Stegermann nach einem unsinnigen, üblen Tritt gegen Schmiedebach in der 86. Minute des Feldes verwies.

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